Gutes Webdesign ist so dynamisch wie das Internet. Kein Wunder also, dass immer neue Trends die Webseitengestaltung beeinflussen. Was gestern noch innovativ und ansprechend war, kann heute allerdings schon altbacken wirken. Natürlich müssen Webdesigner und Webseiteninhaber nicht jedem Trend hinterherlaufen. Ein gewisses Gespür für modernes Webdesign ist aber in jedem Fall hilfreich.

Das wird in diesem Jahr für die Webseitengestaltung wichtig

In diesem Artikel möchte ich kurz fünf Webdesign Trends beleuchten, die in diesem Jahr wichtig werden dürften. Nicht eingehen werde ich dabei auf das Thema „Whitespace“ – nicht weil es keine Rolle spielt, sondern weil ich es sogar für so wichtig halte, dass ich dem Weißraum einen eigenen Text widmen möchte.

1. Auffällige Schriften und Farben werden das Webdesign 2018 prägen

Beispiel spotify.com: Fette Schriften und grelle Farben.
Beispiel spotify.com: Fette Schriften und grelle Farben.

Webseiten sollen beim Betrachter Aufmerksamkeit erregen. Das funktioniert im Rahmen des Webdesigns unter anderem durch grelle Farben und auffällig gestaltete Schrifttypen. Natürlich ist dieser Ansatz nicht ganz neu, wird in diesem Jahr aber eine noch größere Rolle als in der Vergangenheit spielen. Denn so erhöht sich die Wahrscheinlichkeit vor allem von der jungen Zielgruppe wahrgenommen zu werden. Freuen wir uns also auf knallige Farben und ungewöhnliche Farbkombinationen sowie Schrifttypen, die sich aus dem grauen typografischen Einheitsbrei wohltuend abheben. Im besten Fall verschmelzen innovative Schrift- und Farbgestaltungen zu einer neuartigen Ästhetik, die nicht nur modern wirkt, sondern Besuchern auch Lust macht, die jeweilige Webseite zu durchstöbern.

2. Asymmetrische Muster werden zu den wichtigsten Webdesign Trends

Beispiel für ein asymmetric grid: blacksheep.uk.com

Aufmerksamkeit ist auch der entscheidende Faktor beim zweiten Webdesign Trend 2018. Symmetrie wirkt oft gefällig und harmonisch – häufig aber auch langweilig. Deswegen kann es sinnvoll sein, symmetrische Strukturen bewusst aufzubrechen. Das zeichnete sich im letzten Jahr beim Webdesign bereits bei den sogenannten Split-Screen-Layouts ab, das durch eine Teilung in der Vertikalen gekennzeichnet ist. In diesem Jahr dürfte die Entwicklung mit den asymmetrischen Mustern bzw. Rastern weitergehen – Webdesigner sprechen hier von asymmetric grids. Diese durchbrechen gezielt die oft klassische Symmetrie von Webseiten, schaffen dabei aber im Idealfall durch die perfekte Positionierung aller Elemente eine ansprechende Balance. Gute Webdesigner heben ihre Arbeit so mit asymmetrischen Grids gekonnt von der breiten Masse ab und sorgen dafür, dass die von ihnen kreierten Webseiten nicht nur ansprechend aussehen, sondern auch Beachtung finden.

3. Künstliche Intelligenz optimiert die Webseitennutzung und verändert das Webdesign

Künstliche Intelligenz auf Websites – KI
Künstliche Intelligenz wird die Nutzererfahrung und Bedienbarkeit auf einer Website wesentlich verändern

Die künstliche Intelligenz hat in letzter Zeit beständig unsere Welt einfacher gemacht. Während Apples Siri schon seit Jahren unsere Fragen mehr oder weniger treffend beantwortet, hat Amazons Alexa 2017 den Siegeszug in Millionen von Haushalten gestartet. Der Trend wird sich 2018 auch auf das Webdesign erstrecken. Dabei ist die künstliche Intelligenz (KI) kein Selbstzweck oder nur ein Gimmick. Sie verbessert bei optimaler Implementierung nämlich die Effizienz und Benutzerfreundlichkeit von Webseiten. Dank des effizienten maschinellen Lernens gelingt es der KI sogar, immer besser auf die Bedürfnisse der Besucher einzugehen. Für die Implementierung ist nicht einmal zwangsläufig Entwickler-Know-how erforderlich. Denn Internetkonzerne wie Amazon oder Google bieten längst ansprechende Anleitungen und Codes an, um beispielsweise Sprachanwendungen für Webseiten zu kreieren.

4. Hochwertige Bilder und Illustrationen stehen im Fokus des Webdesigns

Hochwertige Grafiken und Illustrationen
Hochwertige Grafiken und Illustrationen verleihen der Website einen individuellen Charakter

Die Einbindung von Grafiken beim Webdesign ist zugegebenermaßen ein alter Hut. Doch in der Vergangenheit dienten dazu viel zu häufig generische Produkte der Stockfotografie aus Bilderdatenbanken. Das dürfte sich in diesem Jahr ändern. An die Stelle von austauschbaren und billig vorproduzierten Stockfotos treten nun – zumindest bei innovativen Webdesignern und qualitätsbewussten Internetagenturen – vermehrt hochwertige Illustrationen und Bilder, die sich durch einen individuelleren Charakter auszeichnen und authentischer wirken. Das überträgt sich wiederum positiv auf die Qualitätsanmutung der Webseite und beeindruckt Besucher.

5. Mikrointeraktionen werden beim Webdesign 2018 noch wichtiger

Beispiel für Notification Badges

Interaktionsangebote sorgen dafür, dass Besucher nicht nur passiv die Inhalte von Webseiten konsumieren, sondern auch ein aktiver Austausch möglich ist. Dabei schaffen Mikrointeraktionen einen besonderen Mehrwert, indem sie dem jeweiligen Nutzer positive Rückmeldungen als Antwort auf seine Aktionen geben und ihm individuelle Einstellungsmöglichkeiten bieten. Das erhöht nicht nur die Benutzerfreundlichkeit und -zufriedenheit, sondern kann letztlich auch die Kaufwahrscheinlichkeit positiv beeinflussen.

Das war natürlich nur ein kurzer und sehr komprimierter Ausblick auf die Webdesign Trends 2018. Gerne erläutere ich Ihnen in Rahmen eines Beratungsgesprächs, welche Trends für Sie besonders wichtig werden können. Unsere Webdesign Agentur aus Münster optimiert Ihren Internetauftritt so, dass er technisch und optisch auf der Höhe der Zeit ist und Ihre Besucher überzeugt.