Eine gewissenhaft durchgeführte Keyword-Recherche bildet die Basis für erfolgreichen Content. Mit dem Google Keyword Planner hast Du bereits ein gutes kostenloses Keyword-Tool an der Hand. Allerdings erfordert dieser den Betrieb eines aktiven AdWords-Kontos. Daher lohnt ein Blick über den Tellerand. Es gibt zahlreiche kostenlose Werkzeuge für die Keyword-Recherche, die Dir die Arbeit mit Suchbegriffen erleichtern. Aus diesem Grund möchte ich Dir in diesem Artikel eine – subjektive – Auswahl dieser Werkzeuge vorstellen.

Ubersuggest ist das Google Suggest „Reloaded“

Das kostenlose Keyword-Tool „Ubersuggest“ erlaubt es Dir, alle Funktionen von Google Suggest vollständig zu nutzen. Hat man den gewünschten Suchbegriff eingegeben, so ermittelt das Tool alle von Google erstellten Keyword-Vorschläge. Dazu erweitert Übersuggest den eingegebenen Suchbegriff zusätzlich mit Zahlen und Buchstaben, um noch weitere möglicherweise interessante Vorschläge zu generieren.

Dieses Tool ist vor allem hilfreich, wenn Du einen schnellen Überblick über ein Thema erhalten möchtest. Informationen wie Suchvolumina, Trend etc. lässt dieses Tool allerdings vermissen. Diese findest Du eher in kostenpflichtigen SEO Tools, bei denen die Keyword-Recherche meist nur einen Teil des vollen Werkzeugkoffers darstellt.

Ubersuggest
Ubersuggest verschafft Ihnen einen guten Überblick über ein Thema.

Answer the public – Ein Keyword-Tool, das Fragen stellt

Answer the public erregte zu seinem Launch einige Aufmerksamkeit. Dies liegt sicherlich auch an der ungewöhnlichen Aufmachung. Darüber hinaus bietet das Tool aber bereits in kostenloser Version sehr nützliche Funktionen, die ihresgleichen suchen. So kannst Du zum Beispiel einen länderspezifischen Suchbegriff eingeben und das Keyword-Tool kombiniert für Dich auf Basis von Google und Bing relevante Fragen und Aussagen. Answer the public stellt somit ein Keyword- und W-Fragen-Tool in einem dar. Diese W-Fragen, Aussagen, Vergleiche und Präpositionen gibt das Tool dann in ansprechenden Grafiken als Cluster kreisförmig aufbereitet aus. Darüber hinaus kannst Du die Daten wahlweise auch als unformatierte Listen anzeigen lassen.

Dieses Tool bietet Dir also einen guten Einblick in die Intention Deiner Zielgruppe. Konkrete Zahlen zu Suchvolumina etc. erhälst Du hier aber nicht.

Answer the Public
Answer the Public kommt mit einer netten Aufmachung daher, liefert aber auch nützliche Daten wie W-Fragen.

Hypersuggest – Keywords und W-Fragen finden

Mit Hypersuggest hast Du ein weiteres kostenloses Keyword-Tool an der Hand. Ähnlich wie Übersuggest greift es auf die Google Suggest Daten zu. Es generiert daraus dann Variationen wie „Keyword + weitere Wörter“ und „weitere Wörter + Keyword“. Aber auch ein W-Fragen-Tool ist mit an Board und rundet das Angebot ab. Eine Besonderheit dabei ist, dass Du auch eigene Fragen ergänzen kannst. Um den vollen Funktionsumfang nutzen zu können, musst Du hier allerdings ein kostenpflichtiges Paket buchen.

Hypersuggest ähnelt Übersuggest, die Recherche dauert hier aber vergleichsweise etwas länger.

Hypersuggest
Mit Hypersuggest finden Sie W-Fragen und Keywords.

WDF*IDF-Tool – Analyse der Termgewichtung innerhalb eines Textes

Das WDF*IDF-Tool dient nicht direkt der Keyword-Recherche. Es erlaubt die Analyse eines Textes mit Blick auf das zahlenmäßige Vorkommen einzelner Terme oder Term-Kombinationen. Gib dazu einfach einen Suchbegriff und eine URL ein. Du erhältst dann eine detaillierte Aufschlüsselung.

TIPP: Mit dem Tool kannst Du natürlich nicht nur Deine eigenen Inhalte analysieren. Nutzen kannst Du das das Tool auch, um die Inhalte Deiner Mitbewerber zu prüfen und Deine Inhalte gegebenenfalls daran anzupassen.

WDF*IDF-Tool
Mit dem WDF*IDF-Tool kannst Du nicht direkt Keywords recherchieren, sondern die Keyword-Dichte Ihrer Texte optimieren.

Übrigens: Wenn Du nicht genau weißt, was WDF*IDF Optimierung ist, so findest Du in unserem WIKI detaillierte Infos dazu.

Mit Soovle hast Du gleich mehrere Kanäle im Blick

Das kostenlose Keyword-Tool Soovle bietet ein nettes Feature. Hier kannst Du die relevanten Suchbegriffe gleich anhand mehrerer Kanäle analysieren. Derzeit sind das:

  • Google
  • Wikipedia
  • Answers.com
  • YouTube
  • Bing
  • Amazon.com
  • Yahoo
  • overstock.com
  • buy.com

Dazu wählst Du einfach den abzufragenden Dienst aus und gibst Dein Keyword ein. Dieses kannst Du dann pro Kanal wiederholen.

Dieses Tool eignet sich besonders, um Dir einen breiten Überblick über ein Thema zu verschaffen. Ein Nachteil ist, dass sich die angezeigten Keywords nicht exportieren lassen. Auch fehlen bei diesem Werkzeug weitergehende Informationen, wie Suchvolumen, Trend etc.

Soovle
Das Keyword-Tool Soovle setzt auf eine breite Datenbasis.

Suggestit.de bietet noch mehr Kanäle

Suggestit.de wurde von Niels Dahnke aus Hannover entwickelt. Ähnlich wie bei Soovle kannst Du auch mit diesem Tool mehrere Quellen für Deine Keyword-Recherche nutzen. Das Tool bietet allerdings wesentlich mehr Datenquellen. Derzeit sind dies folgenden Quellen:

  • google.de
  • google.com
  • google.fr
  • google.nl
  • google.jp
  • google.pl
  • google.es
  • youtube.com (DE)
  • youtube.com (EN)
  • wer-liefert-was.de (Firmen)
  • wer-liefert-was.de (Produkte)
  • amazon.de
  • otto.de
  • welt.de
  • dastelefonbuch.de
  • playvid.de
Suggestit.de
Suggestit.de verwendet noch mehr Quellen als Soovle und wurde vom Hannoveraner Niels Dahnke entwickelt.

Keyword Finder – Keywords und Zusatzdaten

Mit dem Keyword Finder erhältst Du neben vielen Keywords außerdem weitere wertvolle Daten. Dazu gehört ein genaues durchschnittliches Suchvolumen der letzten 12 Monate. Dies erlaubt Dir eine erste Trend-Einschätzung zum Keyword. Sehr interessant finde ich auch die Metrik „SEO Difficulty“, mit der Du die Schwierigkeit einer Positionierung für das jeweilige Keyword einschätzen kannst. Im Rahmen einer SEO-Strategie könntest Du damit den Ansatz verfolgen, erst leichte Keywords zu optimieren, um Dich dann nach und nach an die schwierigeren Terme heranzuwagen.

Der Keyword Finder erlaubt außerdem den Import von bis zu 50 Keywords, um deren Suchvolumen abzufragen. Die so erhaltenen Ergebnisse kannst Du dann einfach als CSV-Datei exportieren. Abgerundet wird der Funktionsumfang durch eine W-Fragen-Funktion. Das Tool wird in einer kostenlosen Version mit Limitierungen angeboten, ist aber auch gegen Vergütung mit geringerer Beschränkung erhältlich.

Keyword Finder
Der Keyword Finder bietet Daten zu Suchvolumen, Trends und SEO-Difficulty.

Fazit

Wer kein Geld für kostenpflichtige SEO-Tools ausgeben möchte, der findet im Internet sicher einige gute kostenlose Keyword-Tools. Diese nutzen oftmals eine unterschiedliche Datenbasis und bieten verschiedene Funktionsumfänge. Daher liegt ein kombinierter Einsatz der Tools nahe. Wem die daraus generierten Daten dann nicht reichen, der kann auf diverse kostenpflichtige SEO-Tools setzen. Diese jetzt vorzustellen, würde den Rahmen dieses Artikels übersteigen. Daher werde ich sie einem weiteren Artikel kurz auflisten und die wichtigsten Besonderheiten erläutern.

Du benötigst Hilfe bei der Umsetzung Deiner Keyword-Analyse oder möchtest Dich nicht selbst damit befassen? Gerne unterstütze ich Dich bei der Suchmaschinenoptimierung Deiner Webseite. Sprich mich gerne darauf an!