Wie ich im letzten Blog-Artikel ausgeführt habe, spielt der Newsletter-Betreff beim Email-Marketing eine entscheidende Rolle. Doch zum digitalen Briefumschlag – also den Angaben, die bereits vor dem Öffnen der Nachricht für den Empfänger erkennbar sind – zählt noch eine weitere Information. Dabei handelt es sich um die Absender-Adresse, die bisher nur wenige Unternehmen optimal gestalten. Deswegen möchte ich in diesem Blog-Text einige Tipps zur richtigen Wahl der Absender-Adresse im E-Commerce geben.

Vertrauenswürdigkeit ist ein Muss

Nur wenn die Absenderadresse vertrauenswürdig erscheint, gelangt eine Email durch den Spam-Filter direkt zum Empfänger. Dieser öffnet die Nachricht wiederum nur dann, wenn er sie nicht für Spam hält. Um das zu gewährleisten, spielt nicht nur der Betreff, sondern auch die Absender-Adresse eine wichtige Rolle. Wer einen Newsletter im E-Commerce als Marketinginstrument nutzt, sollte deshalb auf eine vertrauenswürdige Domain zurückgreifen. Das ist bei einigen Mail-Diensten nicht der Fall. Eine eigene Domain bietet nicht nur hier für Unternehmen Vorteile. Zudem sollten Absender und Absenderadresse konsistent sein und so Vertrauenswürdigkeit signalisieren.

Sorgen Sie für Wiedererkennbarkeit

Empfänger melden sich bei Ihrem Newsletter an, weil sie sich für Informationen von Ihrem Unternehmen interessieren. Deshalb ist es sinnvoll, auch bei der Absender-Adresse für Wiedererkennbarkeit zu sorgen. So sollte der Name Ihres Unternehmens oder Ihrer Marke – je nachdem, welches im Vordergrund steht – klar zu erkennen sein. Hilfreich ist es auch, ein kleines Unternehmenslogo in die Absender-Information zu integrieren, wie es bereits einige Unternehmen – etwa Pearl oder Thalia.de – tun.

Persönlich ist besser als anonym

Menschen kommunizieren in der Regel lieber persönlich als anonym. Deshalb ist es auch bei einem Newsletter meistens besser, wenn neben dem Unternehmen oder der Marke auch eine Person im Vordergrund steht. So hat der Empfänger den Eindruck nicht mit einem anonymen, austauschbaren Unternehmen, sondern mit einer realen Person zu kommunizieren, mit der er sich identifizieren kann. Diese Person darf das Unternehmen oder die Marke allerdings nicht überlagern und es so in den Hintergrund rücken. Ein Newsletter-Absender wie „Max Meyer von UNTERNEHMENSNAME“ ist daher insgesamt eine gute Wahl.

Noreply ist ein No-Go

Kennen Sie Herrn oder Frau Noreply? Diese Person scheint sehr beschäftigt zu sein, da sie laut Adresszeile bei Newslettern als Absender für zahlreiche Unternehmen fungiert. Spaß beiseite: Noreply-Adressen bei Newslettern sind nicht nur abweisend und unpersönlich, sondern vermitteln den Empfängern auch den Eindruck, dass ihr Feedback nicht erwünscht ist. Dabei kann dieses für Unternehmen Gold wert sein, wenn es sachlich auf Fehlentwicklungen oder Verbesserungsmöglichkeiten hinweist. Schicken Sie deshalb Herrn oder Frau Noreply in Rente und laden Sie Empfänger dazu ein, Ihnen Feedback zu geben. Neben reinen Beobachtungen gibt es natürlich auch die Möglichkeit einer gezielten Kundenbefragung.

Sorgsam probieren und optimieren

Bei der Gestaltung des Newsletter-Absenders und der Absender-Adresse eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten. Werden Ihre Empfänger etwa lieber von einer Frau oder einem Mann angesprochen? Stehen Unternehmen und Marke ausreichend im Zentrum? Rückschlüsse darüber lassen sich auch aus der Anzahl der Empfänger ziehen, die Ihren Newsletter öffnen. Durch Tests können Sie ganz einfach die Effektivität verschiedener Absender und Absender-Adressen bezüglich der Öffnungsrate ermitteln. Das Probieren und Optimieren liefert nützliche Hinweise auf die perfekte Gestaltung. Allerdings sollten Sie es damit nicht übertreiben, weil Sie durch exzessive Wechsel die Empfänger verwirren und das Vertrauen in Ihr Unternehmen oder Ihre Marke möglicherweise gefährden können. Ich berate Sie rund um das Thema Email-Marketing. Sprechen Sie mich gerne an.