Der Footer, auf Deutsch Fußzeile, ist der Bereich ganz unten auf einer Website, der auf jeder Unterseite gleich aussieht. Er sammelt Angaben, die überall erreichbar sein sollen, aber nicht in die Hauptnavigation gehören.
Wer bis zum Ende einer Seite gescrollt hat, sucht meist eines von drei Dingen: eine Kontaktmöglichkeit, eine bestimmte Unterseite, die er in der Hauptnavigation nicht gefunden hat, oder eine formale Angabe. Daran orientiert sich der Aufbau eines guten Footers. Üblich sind Kontaktdaten, eine kompakte Übersicht der wichtigsten Bereiche, rechtliche Verweise und je nach Geschäft Öffnungszeiten, Zahlungs- und Versandhinweise oder Zertifikate.
Zwei Verweise gehören in Deutschland praktisch immer dorthin, weil sie von jeder Seite aus leicht erreichbar sein müssen: Impressum und Datenschutzerklärung. Die Impressumspflicht steht seit Mai 2024 in § 5 DDG, zuvor in § 5 TMG, die Informationspflicht zum Datenschutz folgt aus Art. 13 DSGVO.
Bei Onlineshops kommen weitere Punkte hinzu, und dabei lohnt eine Unterscheidung: AGB sind nicht verpflichtend, aber üblich. Verpflichtend sind bei Verkäufen an Verbraucher dagegen unter anderem die Widerrufsbelehrung sowie vollständige Preis- und Versandkostenangaben nach der Preisangabenverordnung. Was im Einzelfall gilt, gehört rechtlich geprüft, dieser Text ersetzt keine Rechtsberatung.
Aus SEO-Sicht ist der Footer ein zweischneidiger Bereich. Er verlinkt von jeder Seite aus, weshalb dort platzierte Links auf allen Unterseiten wirken. Genau deshalb wird er häufig überladen, etwa mit Listen aus mehreren Dutzend Ortsnamen. Solche Blöcke sehen weniger nach Orientierung aus als nach dem Versuch, Verlinkungsmasse zu erzeugen, und sie schaden der Wahrnehmung bei Besuchern ebenso wie der Bewertung. Sinnvoll ist eine überschaubare Auswahl, die tatsächlich der Navigation dient.
Gestalterisch gilt der Footer als abgeschlossener Bereich mit eigenem Hintergrund und ruhigerer Typografie. Auf mobilen Geräten wird er sehr lang, weil die Spalten untereinander rutschen, weshalb sich dort Aufklappbereiche für die einzelnen Gruppen anbieten. Wichtig ist ausreichender Kontrast: Fußzeilen werden gern in gedämpften Farben gesetzt, und genau dort stehen die Angaben, die zuverlässig lesbar sein müssen.