Eine Breadcrumb-Navigation ist eine kleine Pfadanzeige, meist über der Überschrift, die zeigt, wo sich der Besucher innerhalb der Website befindet. Jede Station ist verlinkt und führt eine Ebene höher.
Der Name geht auf das Märchen zurück, in dem Brotkrumen den Rückweg markieren, und beschreibt die Aufgabe treffend. Eine Zeile wie „Startseite / Onlineshops / Shopware“ beantwortet zwei Fragen auf einen Blick: Wo bin ich gerade, und wie komme ich in die übergeordnete Ebene zurück. Wertvoll ist das vor allem für Besucher, die über eine Suchmaschine direkt auf einer tiefen Unterseite einsteigen und den Aufbau der Website nicht kennen.
Verbreitet ist die hierarchische Form, die den festen Aufbau der Website abbildet und für jede Seite gleich aussieht. Daneben gibt es die pfadbasierte Form, die den tatsächlichen Klickweg wiedergibt. Sie ist selten sinnvoll, weil sie im Grunde die Zurück-Schaltfläche des Browsers nachbaut und bei jedem Besucher anders aussieht. In Onlineshops findet man außerdem Varianten, die gesetzte Filter wie Größe oder Farbe als Stationen zeigen.
Für Suchmaschinen erfüllt die Breadcrumb zwei Aufgaben zugleich. Sie verlinkt Kategorieseiten von jeder Detailseite aus und stärkt damit die Ebenen, die inhaltlich zusammenfassen. Und sie macht den Aufbau der Website maschinell lesbar, wenn sie zusätzlich als strukturierte Daten ausgezeichnet ist, also in einem unsichtbaren, standardisierten Format mitgeliefert wird, das Suchmaschinen auswerten können. Google nutzt das, um im Suchergebnis statt der nackten Adresse den thematischen Pfad anzuzeigen.
Was dabei gern schiefgeht: Die Breadcrumb ersetzt keine Hauptnavigation, sie ergänzt sie. Wer sie als einzigen Weg durch die Website anbietet, zwingt Besucher zum Rückwärtslaufen. Und der ausgezeichnete Pfad muss dem entsprechen, was auf der Seite tatsächlich sichtbar ist. Strukturierte Daten, die eine andere Hierarchie behaupten als die Anzeige, sind ein Grund, aus der erweiterten Darstellung wieder herauszufallen.