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Shopware Import: Produktdaten und CSV sauber halten

Shopware Import per CSV ohne böse Überraschung: Profil, Testlauf und Protokoll nutzen, typische Fehler beheben, Daten danach prüfen. Mit Checkliste.

Shopware Import: Produktdaten und CSV sauber halten, Blog-Header von inventivo mit Shopware-Logo
Inhaltsverzeichnis anzeigen
  1. So arbeitet der Shopware Import: Profil, Testlauf, Protokoll
  2. Der manuelle CSV-Import in sechs Schritten
  3. Was der Testlauf zeigt und was nicht
  4. Typische Fehler beim Shopware CSV-Import
  5. Der Import hängt bei „Verarbeite“
  6. Leere Felder: was ein fehlerfreier Import nicht prüft
  7. Lücken manuell per Export finden
  8. Vor dem Import prüfen: Import Guard
  9. Nach dem Import prüfen: Catalog Health Center
  10. Selbst importieren oder Unterstützung holen?
  11. Häufige Fragen zum Shopware Import
  12. Wie importiere ich Produkte per CSV in Shopware?
  13. Welches Trennzeichen erwartet der Shopware CSV-Import?
  14. Was macht der Testlauf beim Shopware Import?
  15. Warum steht mein Import auf „Fehlgeschlagen“, obwohl Produkte im Shop sind?
  16. Warum hängt mein Shopware Import bei „Verarbeite“?
  17. Warum übernimmt Shopware meine Preise nicht?
  18. Warum sind meine Umlaute nach dem Import kaputt?
  19. Wie finde ich Produkte mit fehlenden Daten nach dem Import?

Eine CSV-Datei ist schnell hochgeladen. Ob danach Preise, Bestände und Bilder stimmen, siehst du oft erst im Shop. Der Shopware Import bringt dafür eigene Werkzeuge mit: Profile, einen Testlauf und ein Protokoll mit den fehlerhaften Einträgen. Mit Vorlage, Testlauf und einer Kontrolle danach fängst du die meisten Fehler von Hand ab. Für den Rest gibt es zwei Plugins, die dir das Prüfen abnehmen.

Das Wichtigste in Kürze
  • Das Profil bestimmt alles: Es legt fest, welche Spalte in welches Feld geht, welches Trennzeichen gilt und ob neue Produkte angelegt oder bestehende aktualisiert werden.
  • Erst der Testlauf, dann der Import: Beim Testlauf schreibt Shopware probeweise in die Datenbank und nimmt danach alles zurück. Du siehst die Fehler, ohne dass sich im Shop etwas ändert.
  • „Fehlgeschlagen“ heißt nicht „nichts importiert“: Gültige Zeilen sind schon im Shop. Die fehlerhaften lädst du als eigene Datei mit Fehlermeldung herunter.
  • Die drei häufigsten Fehler sind ein falsches Trennzeichen, Preise mit Komma statt Punkt und Spalten, die im Profil keine Zuweisung haben und deshalb still wegfallen.
  • Zwei Plugins helfen: Import Guard prüft die Datei vor dem Import und erkennt hängende Importe, das Catalog Health Center findet danach Produkte mit Lücken im Katalog.

So arbeitet der Shopware Import: Profil, Testlauf, Protokoll

Ich entwickle seit über 20 Jahren Plugins für Shopsysteme und bin seit 2014 als Hersteller im Shopware Store vertreten. Beim Import liegt die Herausforderung selten in der Technik selbst. Sie liegt in Dateien, die aus einem anderen System kommen und dort anders aufgebaut sind, als Shopware es erwartet.

Du findest den Import im Admin unter „Einstellungen“, Reiter „Automatisierung“, „Import/Export“. Dort gibt es drei Reiter: „Import“, „Export“ und „Profile“. Ein Profil beschreibt, wie eine Datei aufgebaut ist:

  • Objekt-Typ: etwa Produkt, Kategorien, Kunde oder „Erweiterte Preise“. Jeder Typ hat eigene Felder.
  • Separator-Zeichen und Einfassungszeichen: Im Standard trennt Shopware Spalten mit Semikolon und fasst Werte in Anführungszeichen ein.
  • Zuweisungen: Jede Zeile verbindet einen „CSV-Namen“ (die Spaltenüberschrift in deiner Datei) mit einem „Datenbank-Eintrag“. Ein Feld kann als „Erforderlich“ markiert sein und einen „Standard-Wert“ bekommen.
  • Import-Einstellungen: „Neue Datensätze erstellen“ und „Vorhandene Daten aktualisieren“ schaltest du getrennt ein oder aus. Unter „Erweiterte Einstellungen“ legst du den Bezeichner fest, also das Feld, an dem Shopware ein bestehendes Produkt erkennt, etwa die Produktnummer.

Die mitgelieferten Standardprofile kannst du nicht ändern. Brauchst du andere Spalten, duplizierst du ein Standardprofil und passt die Kopie an. Über „Template herunterladen“ bekommst du eine leere Datei mit genau den Spaltenüberschriften, die das Profil erwartet. Das ist der sicherste Start für jede neue Datei.

Gestartet wird der Import im Reiter „Import“: Profil wählen, CSV-Datei hochladen, dann „Testlauf starten“ oder „Import starten“. Shopware arbeitet die Datei im Hintergrund ab, über die Nachrichtenwarteschlange des Systems. In der Liste der Import-Aktivitäten siehst du den Status: „Verarbeite“, „Erfolgreich“, „Fehlgeschlagen“ oder „Abgebrochen“. Über das Menü am Ende jeder Zeile öffnest du die Zusammenfassung und lädst die fehlerhaften Einträge herunter.

Der Weg einer CSV-Datei durch den Shopware ImportVier Stationen nacheinander. 1, Datei vorbereiten: Spalten wie im Profil, Separator-Zeichen passend, Preise mit Punkt wie 19.99. 2, Testlauf starten: Shopware schreibt probeweise, nimmt alles zurück und zeigt die fehlerhaften Einträge. 3, Import starten: läuft im Hintergrund über die Warteschlange, Status Verarbeite. 4, Ergebnis prüfen: Zusammenfassung lesen, fehlerhafte Einträge herunterladen, Stichprobe im Shop. Fehlgeschlagen heißt nicht nichts importiert: Gültige Zeilen stehen schon im Shop.Der Weg einer CSV-Datei durch den ImportDie vier Stationen, von der Vorbereitung der Datei bis zur Kontrolle1Datei vorbereitenSpalten wie im Profil · Separator-Zeichen passend · Preise mit Punkt: 19.992Testlauf startenschreibt probeweise · nimmt alles zurück · zeigt die fehlerhaften Einträge3Import startenläuft im Hintergrund · über die Warteschlange · Status „Verarbeite“4Ergebnis prüfenZusammenfassung lesen · fehlerhafte Einträge herunterladen · Stichprobe im Shop„Fehlgeschlagen“ heißt nicht „nichts importiert“: Gültige Zeilen stehen schon im Shop.Der Weg einer CSV-Datei durch den Shopware ImportVier Stationen nacheinander. 1, Datei vorbereiten: Spalten wie im Profil, Separator-Zeichen passend, Preise mit Punkt wie 19.99. 2, Testlauf starten: Shopware schreibt probeweise, nimmt alles zurück und zeigt die fehlerhaften Einträge. 3, Import starten: läuft im Hintergrund über die Warteschlange, Status Verarbeite. 4, Ergebnis prüfen: Zusammenfassung lesen, fehlerhafte Einträge herunterladen, Stichprobe im Shop. Fehlgeschlagen heißt nicht nichts importiert: Gültige Zeilen stehen schon im Shop.Der Weg einer CSV-Dateidurch den ImportDie vier Stationen, von der Vorbereitungder Datei bis zur Kontrolle1Datei vorbereiten• Spalten wie im Profil• Separator-Zeichen passend• Preise mit Punkt: 19.992Testlauf starten• schreibt probeweise• nimmt alles zurück• zeigt die fehlerhaften Einträge3Import starten• läuft im Hintergrund• über die Warteschlange• Status „Verarbeite“4Ergebnis prüfen• Zusammenfassung lesen• fehlerhafte Einträge herunterladen• Stichprobe im Shop„Fehlgeschlagen“ heißt nicht„nichts importiert“: Gültige Zeilenstehen schon im Shop.

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Du darfst die Grafik gerne kostenlos und unverändert auf deiner Website nutzen, auch auf gewerblichen Seiten, solange der enthaltene Quellenlink zu diesem Artikel erhalten bleibt. Kopiere einfach den Code und füge ihn ein. Die Größe darfst du anpassen. Für andere Nutzungen, etwa in Druckwerken oder in veränderter Form, frag mich bitte vorher. Stand 11/2026.

Das Schaubild in Kürze:

  • Datei vorbereiten: Spalten wie im Profil, passendes Separator-Zeichen, Preise mit Punkt wie 19.99.
  • Testlauf starten: Shopware schreibt probeweise, nimmt alles zurück und zeigt die fehlerhaften Einträge.
  • Import starten: Er läuft im Hintergrund über die Warteschlange, der Status steht auf „Verarbeite“.
  • Ergebnis prüfen: Zusammenfassung lesen, fehlerhafte Einträge herunterladen, Stichprobe im Shop.
  • „Fehlgeschlagen“ heißt nicht „nichts importiert“: Gültige Zeilen stehen schon im Shop.

Der manuelle CSV-Import in sechs Schritten

Der folgende Ablauf passt für Produkte, Preise und Bestände gleichermaßen. Ich rate dazu, ihn auch dann einzuhalten, wenn die Datei „nur ein paar Preise“ ändert. Gerade kleine Änderungen werden gern ohne Testlauf eingespielt.

  1. 1

    Vorlage aus Shopware holen

    Lade im Reiter „Profile“ über „Template herunterladen“ die leere Vorlage des Profils herunter oder exportiere einige bestehende Produkte mit demselben Profil. So stimmen Spaltennamen und Aufbau von Anfang an. Eine Liste aus dem ERP oder vom Lieferanten überträgst du in diese Vorlage, statt Shopware an die fremde Datei anzupassen.

  2. 2

    Datei sauber speichern

    Speichere als CSV mit dem Trennzeichen, das im Profil eingestellt ist, im Standard also Semikolon, und in der Zeichenkodierung UTF-8. Prüf Preise und Mengen: Shopware erwartet Zahlen mit Punkt als Dezimaltrennzeichen und ohne Tausenderpunkt, also 1299.90 statt 1.299,90. Jede Produktnummer kommt nur einmal vor.

  3. 3

    Mit einer kleinen Datei anfangen

    Nimm für den ersten Durchgang zehn bis zwanzig Zeilen, darunter ein Produkt mit Varianten und eines mit Bild. Fehler im Aufbau zeigen sich in einer kleinen Datei genauso, und du findest sie schneller.

  4. 4

    „Testlauf starten“ und Zusammenfassung lesen

    Die Zusammenfassung zählt je Datensatz „Erstellt“, „Aktualisiert“, Fehler und „Übersprungen“. Passt die Zahl nicht zu deiner Datei, etwa weil Produkte neu angelegt werden, die es schon gibt, stimmt der Bezeichner im Profil nicht.

  5. 5

    Fehlerhafte Einträge herunterladen

    Gibt es Fehler, lädst du über das Menü der Zeile „Fehlerhafte Einträge herunterladen“. Die Datei enthält nur die betroffenen Zeilen und zu jeder die Meldung von Shopware. Korrigiere dort und starte den Testlauf erneut, bis er ohne Fehler durchläuft.

  6. 6

    Import starten und im Shop nachsehen

    Erst jetzt läuft der echte Import, danach mit der ganzen Datei. Öffne anschließend einige Produkte in der Storefront: Preis, Bestand, Bild, Kategorie und Varianten. Der Testlauf prüft, ob Shopware schreiben kann, nicht ob die Werte inhaltlich stimmen.

Was der Testlauf zeigt und was nicht

Beim Testlauf führt Shopware den Import vollständig aus, allerdings in einer Datenbank-Transaktion, die am Ende zurückgenommen wird. Alle Änderungen an der Datenbank sind danach wieder verschwunden. Er findet deshalb alles, was beim Schreiben scheitert: fehlende Pflichtangaben, Werte im falschen Format, Verweise auf Kategorien oder Steuersätze, die es nicht gibt. Was formal gültig, aber inhaltlich falsch ist, findet er nicht. Ein Bestand von 1200 statt 12 oder ein Preis in der falschen Spalte läuft ohne Meldung durch.

Für große Dateien gibt es den Import auch auf der Kommandozeile mit bin/console import:entity. Der Befehl kennt ebenfalls einen Testlauf (Option --dryRun) und kann Fehler direkt ausgeben (--printErrors).

Typische Fehler beim Shopware CSV-Import

Die meisten Fehlimporte gehen auf eine Handvoll Ursachen zurück. Die Tabelle zeigt, woran du sie erkennst und was hilft.

Was du siehstHäufige UrsacheWas hilft
„Keine Einträge importiert“Das Trennzeichen der Datei passt nicht zum Profil. Tabellenprogramme speichern je nach Ländereinstellung mit Komma oder Semikolon.Datei in einem Texteditor öffnen, Trennzeichen ansehen, im Profil oder beim Speichern angleichen.
Preis fehlt oder wird nicht übernommenKomma als Dezimaltrennzeichen oder ein Tausenderpunkt. Shopware liest 19,99 nicht als Preis. Neue Produkte landen dann bei den fehlerhaften Einträgen, bestehende behalten ohne Meldung ihren alten Preis.Preisspalten mit Punkt schreiben, ohne Währungszeichen und ohne Tausenderpunkt. Netto- und Bruttopreis müssen beide gültig sein.
Umlaute erscheinen als Fragezeichen oder ErsatzzeichenDie Datei ist nicht in UTF-8 gespeichert. Ältere Tabellenprogramme speichern CSV im Windows-Zeichensatz. Steht schon in der Datei „ü“ statt „ü“, wurde sie vorher falsch geöffnet und wieder gespeichert.Beim Speichern „CSV UTF-8“ wählen oder die Datei im Texteditor als UTF-8 sichern. Im zweiten Fall die Quelle neu exportieren.
Eine Spalte kommt nicht anDer Spaltenname steht im Profil nicht unter den Zuweisungen. Shopware übergeht solche Spalten ohne Hinweis.Spaltennamen mit dem Profil vergleichen, fehlende Zuweisung in einer Profilkopie ergänzen.
Pflichtfeld-FehlerEin Feld ist im Profil als „Erforderlich“ markiert und in der Zeile leer, oder ein neues Produkt hat keine Steuerangabe.Wert ergänzen oder im Profil einen „Standard-Wert“ hinterlegen.
Doppelte oder neue Produkte statt AktualisierungDer Bezeichner im Profil passt nicht, oder dieselbe Produktnummer steht mehrfach in der Datei.Unter „Erweiterte Einstellungen“ prüfen, woran Produkte erkannt werden, Dubletten in der Datei entfernen.
Kategorie fehltShopware erwartet in der Spalte categories die IDs der Kategorien, mehrere getrennt durch einen senkrechten Strich |. Namen wie „Akkuschrauber“ erkennt der Import nicht.IDs aus einem Export übernehmen und die Namen aus der Quelldatei vorher zuordnen.
Varianten fehlenVarianten brauchen neben den Produkten auch die Varianten-Einstellungen. Darauf weist Shopware beim Import selbst hin.Varianten-Einstellungen mit dem passenden Profil mit importieren oder danach im Produkt anlegen.
Bild fehltShopware lädt Bilder beim Import von der angegebenen Adresse herunter. Ist sie nicht öffentlich erreichbar, scheitert der Download.Adresse im privaten Browserfenster aufrufen, Bilder bei Bedarf vorher in die Medienverwaltung laden.
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Der Import hängt bei „Verarbeite“

Bleibt ein Import lange auf „Verarbeite“ stehen, liegt das selten an der Datei. Shopware verarbeitet Importe als Nachrichten in einer Warteschlange. Ist kein Hintergrunddienst eingerichtet, übernimmt das der sogenannte Admin-Worker, und der arbeitet nur, solange ein Admin-Fenster geöffnet ist. Schließt du den Tab, steht der Import still. Für regelmäßige oder große Importe gehört deshalb ein Dienst auf den Server, der die Warteschlange dauerhaft abarbeitet (bin/console messenger:consume), dazu die geplanten Aufgaben von Shopware. Frag dein Hosting oder deine Agentur, ob beides läuft.

Einen hängenden Vorgang brichst du über das Menü der Zeile mit „Vorgang abbrechen“ ab. Bereits verarbeitete Zeilen bleiben dabei im Shop. Prüf deshalb vor einem neuen Versuch, welche Produkte schon angekommen sind.

Leere Felder: was ein fehlerfreier Import nicht prüft

Ein fehlerfreier Import heißt nicht, dass jedes Produkt verkaufsfähig ist. Leere Spalten in der Datei sind für Shopware kein Fehler. Das Produkt steht dann ohne Beschreibung, ohne Kategorie oder ohne Verkaufskanal im System, und im Shop fällt es erst auf, wenn jemand danach sucht. Auch KI-Systeme finden in solchen Produkten nichts, woraus sie eine Antwort bauen können. Was sie in Produktdaten brauchen, zeigt der Ratgeber zur Shopware KI-Suche.

Lücken manuell per Export finden

Exportiere die Produkte mit einem Profil, das Kategorien, Verkaufskanäle (Spalte sales_channel), Hersteller, Beschreibung und Titelbild enthält, und filtere die Datei in der Tabellenkalkulation nach leeren Zellen. SEO-Titel und SEO-Beschreibung sind im Standardprofil nicht enthalten. Für sie legst du eine Profilkopie mit den passenden Zuweisungen an. Dieselbe Kopie nutzt du, wenn du SEO-Titel und SEO-Beschreibung per CSV einspielen willst. Wie wichtig gerade diese Felder für die Sichtbarkeit sind, zeigt der Ratgeber zu Shopware SEO.

Beispiel: Ein Werkzeughändler und die neue Lieferantenliste

Angenommen, ein Werkzeughändler bekommt von einem Lieferanten eine CSV-Datei mit 300 neuen Artikeln, erzeugt im System des Lieferanten. Er benennt die Spalten um, die er in der Shopware-Vorlage wiedererkennt, und importiert mit dem Standardprofil. Ergebnis: „Keine Einträge importiert“. Die Datei war mit Komma getrennt, das Profil erwartet Semikolon.

Nach dem Speichern mit Semikolon meldet der Testlauf bei allen neuen Artikeln Fehler. Die Preise stehen als 24,90 in der Datei. Nach der Umstellung auf Punkt läuft der Testlauf sauber durch, der Import auch. Eine Woche später fragt ein Kunde nach einem der Artikel, den er im Shop nicht findet. Die Spalte „Warengruppe“ aus der Lieferantenliste war mitgewandert, hatte im Profil aber keine Zuweisung. Die Artikel waren importiert, aber keiner Kategorie zugeordnet.

Einen der drei Fehler hätte der Testlauf nie gemeldet: die übergangene Spalte. Aufgefallen ist sie erst, als ein Kunde nach dem Artikel fragte. Zugewiesen hätte die Spalte übrigens auch nicht gereicht, denn Shopware erwartet dort Kategorie-IDs statt Namen. Genau dafür lohnt sich eine Prüfung vor dem Import und eine Kontrolle danach.

Kommen deine Produktdaten regelmäßig aus einer Warenwirtschaft, lohnt sich statt wiederkehrender CSV-Dateien oft eine feste Schnittstelle. Welche Wege es dafür gibt, zeigt der Vergleich zur Shopware ERP-Anbindung.

Vor dem Import prüfen: Import Guard

Der Testlauf allein hätte die übergangene Spalte beim Werkzeughändler nicht gemeldet. Import Guard meldet sie, weil sie nicht zu den Spalten des Prüfprofils gehört. Für den Schritt vor dem Import habe ich das Plugin Import Guard entwickelt. Du findest es im Admin unter „Einstellungen“, Reiter „Erweiterungen“. Dort fügst du den Inhalt der Datei als CSV, XML oder JSON in das Feld „Neue Importdaten“ ein, wählst ein Prüfprofil für Produkte, Varianten, Preise oder Lagerbestand und startest die Prüfung. Das Plugin liest die Daten nur. Es importiert nichts und ändert nichts im Shop.

Das Ergebnis steht als Status ganz oben, „Import blockiert“, „Prüfung nötig“ oder „Import plausibel“, darunter jeder Befund mit Zeile, Feld, Schweregrad und einem Hinweis zur Lösung. Bei einer CSV-Datei kannst du zusätzlich einen Export der bestehenden Shopdaten einfügen. Dann zeigt die Prüfung, welche Zeilen neu sind, welche fehlen und welche sich ändern würden. Die „Core-Diagnose“ im selben Modul schaut auf die Import-Abläufe von Shopware selbst: Sie liest Import- und Export-Protokolle, die Warteschlange und die geplanten Aufgaben.

AufgabeShopware selbstPlugin Import Guard
Fehler vor dem Import findenTestlauf: schreibt probeweise und nimmt alles zurück, meldet, was beim Schreiben scheitertprüft ohne Schreibzugriff auf Pflichtfelder je Profil, Ganzzahlen, negative Preise und zu lange SEO-Felder
Doppelte Produktnummern in der Dateikeine eigene Prüfungmeldet jede Dublette mit der Zeile des ersten Treffers, bei Varianten auch doppelte Optionskombinationen
Unbekannte SpaltenSpalten ohne Zuweisung werden ohne Hinweis übergangenmeldet Spalten, die das Prüfprofil nicht kennt, und schlägt bei fehlender Pflichtspalte die passende vor, etwa für sku oder title
Auffällige Wertekeine Plausibilitätsprüfungwarnt bei auffälligen Beständen (Betrag über 10.000), meldet im Preisprofil Streichpreise unter dem Verkaufspreis und vertauschte Staffeln
Vergleich mit dem BestandExport und Tabellenkalkulation von Handzeigt neue, fehlende und geänderte Zeilen gegenüber einem eingefügten Export (bei CSV)
Hängende ImporteStatus in der Liste der Aktivitäten, Warteschlange auf dem Server prüfen„Core-Diagnose“ meldet Vorgänge, die seit zehn Minuten ohne Fortschritt stehen, und leere Exportdateien. Wartende Import-Nachrichten zeigt es ebenfalls, die gibt es aber auch bei einem laufenden Import
Weitergabe an Agentur oder LieferantDatei mit den fehlerhaften Einträgenkopierbarer Support-Report, Export der Befunde als CSV und PDF
Import ausführenImport/Export von Shopwarebewusst nicht, der Import läuft danach wie gewohnt über Shopware, ERP oder PIM
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So ergänzt Import Guard den Testlauf um das, was Shopware nicht prüft: Dubletten, Spalten, die das Prüfprofil nicht kennt, und auffällige Werte wie sehr hohe Bestände oder Streichpreise unter dem Verkaufspreis. Fehler fallen auf, bevor sie im Shop stehen, nicht erst beim Kunden.

Gut zu wissen für die Einrichtung

  • Wähl das Prüfprofil passend zur Datei: Das Produktprofil erwartet Produktnummer, Name, Bruttopreis und Steuer, für reine Bestandsdateien nimmst du das Profil „Lagerbestand“.
  • Nutz in der Preisspalte durchgehend den Dezimalpunkt (24.90), so liest Shopware die Preise sicher.
  • Eine Prüfung nimmt bis zu 5 MB Importdaten auf. Größere Dateien prüfst du in Teilen.

Import Guard findest du im Shopware Store, mit Beschreibung, Screenshots und Lizenz. Das Plugin ist meine eigene Entwicklung und kein Produkt der shopware AG.

Nach dem Import prüfen: Catalog Health Center

Der Export mit der Tabellenkalkulation funktioniert, kostet aber bei jedem Durchgang dieselbe Zeit: Profil anpassen, exportieren, filtern, die Funde nach Wichtigkeit sortieren. Das Plugin Catalog Health Center übernimmt diesen Schritt im Admin, ebenfalls unter „Einstellungen“, Reiter „Erweiterungen“. Es bewertet jedes Produkt mit einem Wert von 0 bis 100 und stellt die Produkte mit kritischen Befunden an den Anfang.

AufgabeShopware selbstPlugin Catalog Health Center
Produkte ohne Bild, Kategorie oder Verkaufskanal findenExport mit passendem Profil, leere Zellen in der Tabellenkalkulation filternein Bericht im Admin, Befunde je Produkt als „kritisch“ markiert
Nicht kaufbare und inaktive ProdukteProduktliste filtern, Bestand und Status einzeln ansehenals kritischer Befund im selben Bericht
Beschreibung, Hersteller, SEO-FelderProfilkopie mit SEO-Feldern anlegen, exportieren, Längen selbst zählenmeldet fehlende Hersteller, Beschreibungen unter 80 Zeichen, fehlende oder sehr lange SEO-Titel (über 70 Zeichen) und fehlende oder sehr kurze SEO-Beschreibungen (unter 80 Zeichen)
Womit anfangen?selbst sortierenWert von 0 bis 100 je Produkt, kritische Produkte zuerst, dann „optimieren“, dann „unauffällig“
Was ist zu tun?selbst ableitenHinweis zur Lösung bei jedem Befund
Weitergabe ans TeamExport-DateiCSV-Export der Befundliste, etwa als Aufgabenliste für Texte und Bilder
Daten ändernProdukte im Admin bearbeitennein, der Bericht liest nur
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Wie viele Produkte ein Durchgang prüft, stellst du vor jeder Analyse ein, bis zu 500, beginnend mit den zuletzt geänderten. Nach einem Import hast du damit vor allem die Produkte im Blick, die sich gerade bewegt haben. Den Bericht gibst du als CSV an dein Team weiter, und mit einem Export vor und nach der Bereinigung siehst du schwarz auf weiß, was sich verbessert hat.

Das Catalog Health Center steht im Shopware Store, dort findest du Beschreibung, Bilder des Berichts und die Lizenz. Auch dieses Plugin ist meine eigene Entwicklung und kein Produkt der shopware AG.

Selbst importieren oder Unterstützung holen?

Mit Vorlage, Testlauf und Kontrolle danach kommst du bei gelegentlichen Importen allein gut zurecht. Unterstützung lohnt sich, wenn Daten aus mehreren Quellen zusammenkommen, wenn Varianten und Preisstaffeln im Spiel sind oder wenn ein Shopumzug ansteht und der ganze Katalog auf einmal wandert. Für den Umzug von Shopware 5 zeigt der Ratgeber zur Shopware 6 Migration, wo die Daten im Ablauf ihren Platz haben. Als Shopware Agentur aus Münster richte ich Profile, Schnittstellen und den Hintergrunddienst für die Warteschlange so ein, dass Importe ohne Handarbeit laufen.

Checkliste: Shopware Import ohne Fehler

Vorbereitung der Datei, Testlauf, die typischen Fehler und die Kontrolle danach, auf einer Seite zum Abhaken.

Jetzt herunterladen (PDF)

Häufige Fragen zum Shopware Import

Wie importiere ich Produkte per CSV in Shopware?

Im Admin unter „Einstellungen“, Reiter „Automatisierung“, „Import/Export“. Im Reiter „Import“ wählst du ein Profil, lädst die CSV-Datei hoch und startest zuerst den Testlauf, dann den Import. Die passende Vorlage bekommst du im Reiter „Profile“ über „Template herunterladen“.

Welches Trennzeichen erwartet der Shopware CSV-Import?

Im Standard das Semikolon, Werte werden in Anführungszeichen eingefasst. Beides lässt sich in einem eigenen Profil unter „Separator-Zeichen“ und „Einfassungszeichen“ ändern. Meldet Shopware „Keine Einträge importiert“, passt fast immer das Trennzeichen nicht zum Profil.

Was macht der Testlauf beim Shopware Import?

Er führt den Import vollständig aus und nimmt danach alle Änderungen zurück. Du siehst in der Zusammenfassung, wie viele Datensätze erstellt, aktualisiert oder übersprungen würden und welche Zeilen scheitern. Inhaltlich falsche, aber gültige Werte erkennt er nicht.

Warum steht mein Import auf „Fehlgeschlagen“, obwohl Produkte im Shop sind?

Shopware setzt den Status auf „Fehlgeschlagen“, sobald mindestens eine Zeile nicht importiert werden konnte. Alle gültigen Zeilen sind trotzdem im Shop. Die gescheiterten lädst du über „Fehlerhafte Einträge herunterladen“ als eigene Datei mit Fehlermeldung, korrigierst sie und importierst nur diese Zeilen erneut.

Warum hängt mein Shopware Import bei „Verarbeite“?

Meist arbeitet niemand die Warteschlange ab. Ohne Hintergrunddienst auf dem Server läuft sie nur, solange ein Admin-Fenster offen ist. Lass den Tab offen oder richte einen dauerhaften Dienst für die Warteschlange ein. Einen festhängenden Vorgang brichst du über „Vorgang abbrechen“ ab.

Warum übernimmt Shopware meine Preise nicht?

Meist stehen sie mit Komma oder Tausenderpunkt in der Datei. Der Import erwartet Zahlen wie 19.99 oder 1299.90. Prüf außerdem, ob die Preisspalte im Profil zugewiesen ist und ob Netto- und Bruttopreis in den richtigen Spalten stehen.

Warum sind meine Umlaute nach dem Import kaputt?

Die Datei war nicht in UTF-8 gespeichert. Shopware liest sie dann falsch, und aus „ü“ wird ein Fragezeichen oder ein Ersatzzeichen. Speichere die Datei als „CSV UTF-8“ oder sichere sie im Texteditor mit dieser Kodierung und importiere die betroffenen Zeilen erneut.

Wie finde ich Produkte mit fehlenden Daten nach dem Import?

Exportiere die Produkte mit einem Profil, das Kategorien, Verkaufskanäle, Beschreibung und Titelbild enthält, und filtere nach leeren Zellen. SEO-Titel und SEO-Beschreibung brauchen eine eigene Profilkopie. Das Catalog Health Center zeigt dieselben Lücken als Bericht im Admin, sortiert nach Dringlichkeit.

Daten vor dem Import prüfen und Lücken danach finden

Import Guard zeigt dir vor dem Import, welche Zeilen Fehler, Dubletten oder unbekannte Spalten haben, und erkennt hängende Importe. Das Catalog Health Center findet danach Produkte ohne Bild, Kategorie oder Beschreibung. Lieber mit Begleitung? Dann schreib mir, wo es hakt.

Import Guard im Store ansehen Catalog Health Center im Store ansehen Import-Prüfung anfragen
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Hakt dein Import oder fehlen Daten im Katalog?

Schreib mir kurz, woher deine Produktdaten kommen, wie du importierst und was beim letzten Import schiefging. Ich sage dir, wo ich mit der Suche anfangen würde.

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