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Tracking erst nach Einwilligung? So prüfst du es in Shopware

Shopware Cookie Banner prüfen: So testest du mit Entwicklertools und Tag Manager, ob Tracking erst nach der Einwilligung lädt. Mit Checkliste als PDF.

Shopware Cookie Banner: Tracking erst nach Einwilligung prüfen, Blog-Header von inventivo mit Shopware-Logo
Inhaltsverzeichnis anzeigen
  1. Was „erst nach der Einwilligung“ beim Shopware Cookie Banner technisch heißt
  2. Die Prüfung von Hand in fünf Schritten
  3. Welche Anfrage zu welchem Dienst gehört
  4. Tags im Google Tag Manager: der Vorschaumodus
  5. Widerruf: Einstellungen ändern und neu laden
  6. Wo Tracking in Shopware vor der Einwilligung durchrutscht
  7. Beispiel: das Pixel, das vor dem Banner lädt
  8. Schneller prüfen: die Consent & Tracking Debug Console
  9. Den Banner bewusst wahrnehmen: Advanced Cookie Popup PRO
  10. Selbst prüfen oder prüfen lassen?
  11. Häufige Fragen zum Shopware Cookie Banner und zum Tracking
  12. Wie prüfe ich, ob mein Shopware Cookie Banner Tracking wirklich blockiert?
  13. Was bedeutet das Cookie cookie-preference in Shopware?
  14. Lädt Shopware Google Analytics erst nach der Einwilligung?
  15. Reicht der Cookie Consent Manager von Shopware oder brauche ich ein externes Consent-Tool?
  16. Warum sehe ich nach dem Ablehnen noch Tracking-Anfragen?
  17. Warum erscheint der Cookie Banner in Shopware nicht?
  18. Wie oft sollte ich das Tracking im Shop prüfen?

Ein Cookie-Banner im Shop heißt noch nicht, dass Tracking-Skripte auf die Entscheidung warten. Ob der Shopware Cookie Banner wirklich greift, siehst du dem Shop nicht an. Du musst nachsehen, was der Browser vor und nach der Zustimmung lädt. Hier gehst du das in drei Zuständen von Hand durch und erfährst zum Schluss, welche zwei Plugins dir dabei Arbeit abnehmen.

Das Wichtigste in Kürze
  • Prüf drei Zustände: vor jeder Entscheidung, nach „Nur technisch notwendige“ und nach der Zustimmung. Nur im dritten Zustand dürfen Anfragen an zustimmungspflichtige Dienste wie Google Analytics oder Werbepixel auftauchen.
  • Das Werkzeug hast du schon: die Entwicklertools im Browser, Reiter Netzwerk und der Bereich mit den Cookies. Für Tags im Google Tag Manager kommt dessen Vorschaumodus dazu.
  • Das Cookie cookie-preference heißt nur: Es wurde entschieden. Shopware setzt es auch beim Ablehnen. Ob zugestimmt wurde, zeigen die Cookies je Dienst, etwa google-analytics-enabled.
  • Typische Lecks sind ein fest ins Theme eingebauter Tag Manager, Erweiterungen mit eigenen Pixeln ohne Anbindung an den Cookie Consent Manager und ein abgeschalteter Standard-Cookie-Hinweis.
  • Zwei Plugins helfen: die Consent & Tracking Debug Console zeigt den technischen Zustand direkt im Shop, Advanced Cookie Popup PRO macht die Abfrage zur gut sichtbaren Ebene in der Bildmitte.

Ich entwickle seit über 20 Jahren Plugins für Shopsysteme und bin seit 2014 als Hersteller im Shopware Store vertreten. Ein eingerichteter Banner sagt noch nicht, ob die Skripte darauf hören. Entscheidend ist, wie ein Dienst eingebunden ist.

Shopware bringt einen eigenen Cookie Consent Manager mit. Er sortiert Cookies in Gruppen: „Technisch erforderlich“, „Statistiken“, „Komfortfunktionen“ und „Marketing“. Im Banner wählt die Besucherin oder der Besucher „Nur technisch notwendige“, „Konfigurieren“ oder, wenn du es in den Grundeinstellungen unter „Sicherheit und Datenschutz“ eingeschaltet hast, „Alle Cookies akzeptieren“. Jede Entscheidung speichert Shopware als Cookies im Browser:

  • cookie-preference bekommt nach jeder Entscheidung den Wert 1, auch nach „Nur technisch notwendige“. Es sagt also nur, dass der Banner beantwortet wurde.
  • google-analytics-enabled steht für die Zustimmung zu Statistiken, google-ads-enabled für die Zustimmung zu Google Werbung und Marketing.
  • Erweiterungen melden eigene Einträge an, etwa ein Pixel in der Marketing-Gruppe. Sie bekommen ein eigenes Cookie mit eigenem Namen.

Die Google-Analytics-Anbindung von Shopware hält sich an diese Cookies. Ist der Standard-Cookie-Hinweis aktiv, lädt sie das Google-Skript erst, wenn google-analytics-enabled gesetzt ist. Trägst du dort eine Container-ID mit „GTM-“ ein, gilt das für den ganzen Tag Manager. Vorher meldet Shopware an Google den Standardzustand „abgelehnt“ für alle vier Signale des Consent Mode (analytics_storage, ad_storage, ad_user_data, ad_personalization) und schickt nach einer Zustimmung die Aktualisierung hinterher.

Consent Mode ersetzt dabei keine Einwilligung. Er teilt Google nur mit, wie entschieden wurde. Je nach Einrichtung laden Google-Tags auch bei „abgelehnt“ und senden Anfragen ohne Cookies. Ob das ohne Einwilligung zulässig ist, ist rechtlich umstritten. Für die Prüfung zählt deshalb, was im Netzwerk-Reiter passiert, nicht nur der Status im Consent Mode.

Alles, was nicht über diesen Weg kommt, muss sich selbst an die Entscheidung halten. Ein Skript im Theme, ein Pixel aus einer Erweiterung oder ein Tag im Tag Manager lädt nur dann richtig, wenn es an den passenden Cookie oder an das Ereignis gebunden ist, das Shopware nach einer Änderung im Banner auslöst. Genau dort entstehen die Lecks, und genau dort setzt die Prüfung an.

Tracking prüfen: drei ZuständeDrei Zustände beim Test eines Shopware-Shops. 1, vor der Entscheidung, Banner offen: Netzwerk ohne Anfragen an Tracking-Dienste, nur technisch erforderliche Cookies wie die Sitzung, Consent Mode steht auf abgelehnt. Danach eine von zwei Wahlen. 2, nach Nur technisch notwendige: weiterhin keine Anfragen, neu nur das Cookie cookie-preference, Consent Mode bleibt abgelehnt. Oder 3, nach der Zustimmung: erlaubte Dienste laden, Cookies je Dienst wie google-analytics-enabled, Consent Mode meldet erteilt. cookie-preference zeigt nur, dass entschieden wurde. Consent Mode erscheint nur, wenn Google-Dienste eingebunden sind.Tracking prüfen: drei ZuständeWas der Browser vor und nach der Entscheidung im Banner zeigen sollte1 Vor der EntscheidungBanner offen, nichts geklicktNetzwerk✕ keine Anfragen anTracking-DiensteCookiesnur technisch erforderliche,etwa für die SitzungConsent ModeStandard: abgelehnt2 Nach „Nur technisch notwendige“Netzwerk✕ weiterhin keine Tracking-AnfragenCookies+ cookie-preferenceConsent Modebleibt abgelehntoder3 Nach der ZustimmungNetzwerk✓ erlaubte Dienste ladenCookies+ google-analytics-enabled usw.Consent ModeAktualisierung: erteiltcookie-preference zeigt nur, dass entschieden wurde.Consent Mode erscheint nur, wenn Google-Dienste eingebunden sind.Tracking prüfen: drei ZuständeDrei Zustände beim Test eines Shopware-Shops. 1, vor der Entscheidung, Banner offen: Netzwerk ohne Anfragen an Tracking-Dienste, nur technisch erforderliche Cookies wie die Sitzung, Consent Mode steht auf abgelehnt. Danach eine von zwei Wahlen. 2, nach Nur technisch notwendige: weiterhin keine Anfragen, neu nur das Cookie cookie-preference, Consent Mode bleibt abgelehnt. Oder 3, nach der Zustimmung: erlaubte Dienste laden, Cookies je Dienst wie google-analytics-enabled, Consent Mode meldet erteilt. cookie-preference zeigt nur, dass entschieden wurde. Consent Mode erscheint nur, wenn Google-Dienste eingebunden sind.Tracking prüfen:drei ZuständeWas der Browser vor und nachder Entscheidung zeigen sollte1 Vor der EntscheidungBanner offen, nichts geklicktNetzwerk✕ keine Anfragen an Tracking-DiensteCookiesnur technisch erforderliche, etwafür die SitzungConsent ModeStandard: abgelehntDanach eine von zwei Wahlen:2 Nach „Nur technischnotwendige“Netzwerk✕ weiterhin keine AnfragenCookies+ cookie-preferenceConsent Modebleibt abgelehntoder3 Nach der ZustimmungNetzwerk✓ erlaubte Dienste ladenCookies+ google-analytics-enabled usw.Consent ModeAktualisierung: erteiltcookie-preference zeigt nur, dassentschieden wurde. Consent Mode erscheintnur, wenn Google-Dienste eingebunden sind.

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Das Schaubild in Kürze:

  • Vor der Entscheidung: keine Anfragen an Tracking-Dienste, nur technisch erforderliche Cookies, Consent Mode steht auf abgelehnt.
  • Nach „Nur technisch notwendige“: weiterhin keine Anfragen an Tracking-Dienste, neu ist nur cookie-preference, Consent Mode bleibt auf abgelehnt.
  • Nach der Zustimmung: Anfragen an die erlaubten Dienste, Cookies je Dienst wie google-analytics-enabled, Consent Mode meldet die Zustimmung.
  • Consent Mode erscheint nur, wenn Google-Dienste eingebunden sind.

Die Prüfung von Hand in fünf Schritten

Für den Test brauchst du nur einen Browser. Ich beschreibe den Weg für Chrome, in Firefox und Safari heißen die Bereiche ähnlich. Wichtig ist ein sauberer Ausgangszustand: Jeder Rest aus einem früheren Besuch verfälscht das Ergebnis.

  1. 1

    Frisches privates Fenster öffnen

    Ein Inkognito- oder privates Fenster startet ohne Cookies. Schließ vorher alle anderen privaten Fenster, denn gleichzeitig offene private Fenster teilen sich ihre Cookies. Öffne darin die Entwicklertools (F12 oder Rechtsklick und „Untersuchen“), wechsle zum Reiter „Netzwerk“ und setz den Haken bei „Log beibehalten“, damit Anfragen beim Neuladen nicht verschwinden.

  2. 2

    Shop laden, Banner nicht anklicken

    Ruf die Startseite auf und lass den Banner offen. Gib im Filterfeld des Netzwerk-Reiters nacheinander Teile der Domains deiner Dienste ein, etwa google, facebook oder linkedin. Hier darf keine Anfrage an zustimmungspflichtige Dienste auftauchen. Unter google erscheinen oft auch Schriften von Google Fonts oder ein reCAPTCHA. Das sind keine Analyse- oder Werbedienste. Ob sie ohne Einwilligung laden dürfen, ist eine eigene Frage für deine Datenschutzberatung.

  3. 3

    Cookies ansehen

    Im Reiter „Anwendung“ unter „Cookies“, „Lokaler Speicher“ und „Sitzungsspeicher“ siehst du, was gespeichert ist. Vor der Entscheidung stehen dort nur technisch erforderliche Einträge, etwa für die Sitzung. Cookies wie _ga, _swag_ga (aus der Google-Anbindung von Shopware), _gcl_au, _fbp oder li_fat_id gehören nicht dazu.

  4. 4

    „Nur technisch notwendige“ wählen

    Lösch im Netzwerk-Reiter das bisherige Log, damit alte Einträge nicht stören. Klick dann im Banner auf „Nur technisch notwendige“ und lade die Seite neu. Im Netzwerk-Reiter bleibt es bei zustimmungspflichtigen Diensten still, bei den Cookies kommt nur cookie-preference dazu. Klick auch eine Produktseite und den Warenkorb an, manche Dienste laden erst dort.

  5. 5

    Zustimmen und gegenprüfen

    Schließ alle privaten Fenster, öffne ein neues, stimme allen Cookies zu und lade neu. Jetzt erscheinen die Anfragen an die erlaubten Dienste und die Cookies je Dienst. Fehlt hier ein Dienst, lädt er entweder gar nicht oder hängt an der falschen Gruppe im Banner. Prüf dann Einbindung und Gruppe.

Lass die Schritte 2 bis 4 auch auf einer Produktseite und der Seite nach dem Bestellabschluss laufen. Gerade Werbepixel für Käufe sitzen oft nur dort. Hast du mehrere Verkaufskanäle oder Sprachen, prüf jeden Kanal einzeln, denn Einstellungen können je Kanal abweichen.

Welche Anfrage zu welchem Dienst gehört

Im Netzwerk-Reiter stehen schnell hundert Einträge. Die folgenden Domains zeigen dir, welcher Dienst gerade lädt. Die Liste ist eine Auswahl, Anbieter ändern ihre Adressen gelegentlich.

DienstTypische Domains im Netzwerk-ReiterTypische Cookies
Google Tag Managergoogletagmanager.com/gtm.jskeine eigenen, die Tags im Container setzen sie
Google Analytics 4googletagmanager.com/gtag/js, google-analytics.com_ga, in der Shopware-Anbindung mit Präfix _swag_ga
Google Adsgoogleadservices.com, googlesyndication.com, doubleclick.net_gcl_au
Meta Pixelconnect.facebook.net, facebook.com/tr_fbp
LinkedIn Insight Tagsnap.licdn.com, px.ads.linkedin.comli_fat_id auf deiner Domain, auf linkedin.com etwa bcookie und lidc
← Tabelle seitlich scrollen →

Tags im Google Tag Manager: der Vorschaumodus

Lädt dein Shop den Tag Manager, reicht der Blick in den Netzwerk-Reiter nicht. Ob schon der Container vor der Entscheidung laden darf, ist umstritten. Ein Verwaltungsgericht hat das für den Google Tag Manager verneint. Lädt er bei dir vorab, kläre das mit deiner Datenschutzberatung. Technisch entscheidend sind in jedem Fall die Tags darin. Hier hilft der Vorschaumodus des Tag Managers. Er zeigt dir für jedes Ereignis, welche Tags ausgelöst wurden und welche nicht, und im Bereich zur Einwilligung den Zustand der Consent-Mode-Signale. Starte die Vorschau, wähle im Shop „Nur technisch notwendige“ und prüf, ob Werbe- und Analyse-Tags unter „nicht ausgelöst“ stehen. Wie die Tags für Conversions sauber an die Einwilligung gekoppelt werden, zeigt der Ratgeber zum Google Ads Conversion Tracking mit dem Tag Manager.

Widerruf: Einstellungen ändern und neu laden

Besucher brauchen für den Widerruf einen Weg zurück zu den Cookie-Einstellungen, meist einen Link im Footer. Prüf, ob dein Shop ihn zeigt und ob er den Banner wieder öffnet. Ruf die Einstellungen darüber auf, nimm die Zustimmung zurück und lade die Seite neu. Danach muss es wieder still sein. Ohne Neuladen bleibt ein bereits geladenes Skript im Speicher der Seite. Die Google-Analytics-Anbindung von Shopware entfernt beim Widerruf ihre eigenen Cookies und stoppt ihre Ereignisse. Das Skript selbst verschwindet erst mit dem nächsten Seitenaufruf. Cookies anderer Dienste bleiben im Browser, bis sie ablaufen oder gelöscht werden.

Wo Tracking in Shopware vor der Einwilligung durchrutscht

Läuft beim Test eine Anfrage zu früh, liegt die Ursache meist an einer von vier Stellen. Ich rate, mit den ersten beiden anzufangen, weil sie sich am schnellsten prüfen lassen.

1
Tag Manager fest im Theme

Der Container steckt als Code im Template statt in der Analytics-Einstellung von Shopware. Dann lädt er bei jedem Seitenaufruf, und jeder Tag darin muss selbst auf die Einwilligung warten.

Prüfen: Quelltext der Seite nach GTM- durchsuchen, Tags im Vorschaumodus ansehen.

2
Erweiterung mit eigenem Pixel

Ein Plugin bindet ein Pixel ein, meldet es aber nicht beim Cookie Consent Manager an. Im Banner taucht der Dienst dann gar nicht auf, und das Pixel lädt sofort.

Prüfen: „Konfigurieren“ im Banner öffnen. Fehlt der Dienst in der Liste, ist er nicht angebunden.

3
Standard-Cookie-Hinweis abgeschaltet

Wer ein externes Consent-Tool nutzt, schaltet den Hinweis von Shopware oft ab. Dann wartet die Google-Analytics-Anbindung von Shopware nicht mehr auf google-analytics-enabled und lädt sofort.

Prüfen: Grundeinstellungen, „Sicherheit und Datenschutz“. Bei externem Tool die Google-Anbindung über dieses Tool steuern.

4
Falsche Gruppe im Banner

Ein Werbepixel hängt in der Gruppe „Technisch erforderlich“ oder „Komfortfunktionen“. Technisch funktioniert das Banner dann, die Auswahl der Besucher trifft aber nicht den richtigen Dienst.

Prüfen: Gruppen unter „Konfigurieren“ mit den eingesetzten Diensten abgleichen.

Beispiel: das Pixel, das vor dem Banner lädt

Beispiel: Ein Shop für Gartenmöbel und ein Werbepixel

Angenommen, ein Shop für Gartenmöbel nutzt die Google-Analytics-Anbindung von Shopware und zusätzlich ein Werbepixel, das eine Agentur vor einiger Zeit direkt ins Theme geschrieben hat. Im Banner steht unter „Marketing“ nur „Google Werbung und Marketing“.

Der Test im privaten Fenster zeigte: Vor jeder Entscheidung blieb Google still, aber im Netzwerk-Reiter erschien sofort eine Anfrage an connect.facebook.net, und bei den Cookies stand _fbp. Auch nach „Nur technisch notwendige“ lud das Pixel weiter. Die Ursache war Karte 2 und Karte 1 zugleich: fest im Theme, nicht beim Consent Manager angemeldet.

Die Lösung ist, das Pixel aus dem Theme zu nehmen und über einen Weg einzubinden, der sich an die Marketing-Zustimmung hält, etwa über den Tag Manager mit passender Auslösebedingung oder eine Erweiterung, die sich beim Consent Manager anmeldet.

Wie so eine Anmeldung beim Consent Manager für ein einzelnes Werbe-Tag aussieht, zeigt der Ratgeber zum LinkedIn Insight Tag in Shopware mit allen drei Einbauwegen.

Wer die fünf Schritte ein paarmal gemacht hat, merkt, wo die Zeit verloren geht. Netzwerk-Reiter, Cookie-Liste und Tag Manager laufen parallel, und am Ende fehlt ein Beleg, den du an die Agentur oder den Entwickler weitergeben kannst. Für genau diese Prüfung habe ich das Plugin Consent & Tracking Debug Console entwickelt. Es legt eine Prüfansicht über die Storefront, die nur über eine eigene Kennung in der Adresse erscheint. Normale Besucher sehen sie nicht.

Die Konsole liest aus, was auf der aktuellen Seite eingebunden ist: Skripte von Google Tag Manager und dem Google-Tag (Analytics und Ads) mit ihrer ID, Meta-Pixel-Initialisierungen im Seitencode, benannte Ereignisse im dataLayer (die Liste, über die der Shop dem Tag Manager meldet, was passiert, etwa „Artikel in den Warenkorb“) und ob cookie-preference gesetzt ist, ob also im Banner entschieden wurde. Dazu gibt sie Hinweise und einen nächsten Prüfschritt. Nach „Nur technisch notwendige“ zählt die Liste der Skripte: Steht dort ein Werbe- oder Analyse-Skript, lädt es an der Einwilligung vorbei. Die Cookies je Dienst wie google-analytics-enabled prüfst du weiter in den Entwicklertools.

Bei jedem Lauf merkt sich die Konsole das Ergebnis je Verkaufskanal im Speicher des Browsers und zeigt beim nächsten Mal, welche Skripte und Ereignisse weggefallen sind und welche Warnungen neu sind. Im privaten Fenster gilt das nur, solange das Fenster offen ist.

AufgabeShopware und Browser selbstPlugin Consent & Tracking Debug Console
Geladene Tracking-Skripte sehenNetzwerk-Reiter der Entwicklertools, Domains selbst zuordnenerkennt Skripte von Google Tag Manager und Google-Tag (Analytics und Ads) mit ihrer ID sowie Meta-Pixel-Initialisierungen im Seitencode, in einer Liste
Einwilligung im BrowserCookie-Liste in den Entwicklertools, Namen selbst deutenzeigt, ob cookie-preference gesetzt ist, ohne Werte; die Cookies je Dienst wie google-analytics-enabled bleiben ein Blick in die Entwicklertools
dataLayer-EreignisseKonsole der Entwicklertools oder Vorschaumodus des Tag Managerszeigt benannte Ereignisse im dataLayer, wie der Tag Manager sie nutzt; Aufrufe über das Google-Tag erscheinen dort nicht
Google Consent ModeVorschaumodus des Tag Managers, Bereich zur Einwilligungwertet die Consent-Mode-Signale von Shopware nicht aus, hier bleibt der Vorschaumodus des Tag Managers zuständig
Vergleich mit dem letzten TestScreenshots und Notizen von Handmerkt sich die letzten Ergebnisse je Verkaufskanal im Browser und zeigt weggefallene Skripte und Ereignisse sowie neue Warnungen
Weitergabe an Entwickler oder AgenturScreenshots und Beschreibung von Handkopierbarer Bericht mit Warnungen und nächstem Schritt, Cookie-Werte geschwärzt, Adressen ohne Parameter
Andere Dienste wie LinkedIn oder TikTokNetzwerk-Reitererkennt die Konsole nicht, hier bleibt der Netzwerk-Reiter zuständig
← Tabelle seitlich scrollen →

So läuft die Prüfung mit dem Plugin: in der Konfiguration „Debug Console aktivieren“ einschalten und eine Kennung festlegen, den Shop im privaten Fenster mit ?ctdc_debug= und deiner Kennung öffnen, Ansicht vor der Entscheidung lesen, dann im Banner wählen, neu laden und erneut lesen. Die Konsole verändert dein Tracking nicht, löst keine zusätzlichen Ereignisse aus und schickt keine Daten nach außen. Sie zeigt nur, was im Browser sichtbar ist. Anfragen, die ein bereits geladenes Skript selbst nachschickt, etwa ein Zählpixel, siehst du weiterhin nur im Netzwerk-Reiter. Und sie gibt keine rechtliche Bewertung ab, sie liefert den technischen Befund dafür.

Die Consent & Tracking Debug Console findest du im Shopware Store, mit Beschreibung, Screenshots und Lizenz. Das Plugin ist meine eigene Entwicklung und kein Produkt der shopware AG.

Die Prüfung oben zeigt, ob Skripte auf die Entscheidung warten. Eine zweite Frage ist, ob die Entscheidung überhaupt bewusst fällt. Der Banner von Shopware erscheint im Standard als Leiste am unteren Rand. Auf dem Smartphone wird die schmale Leiste leicht übersehen, weil der Blick beim Lesen auf dem Inhalt liegt. Das Plugin Advanced Cookie Popup PRO zeigt dieselbe Abfrage als Ebene in der Bildmitte über der abgedunkelten Seite.

AufgabeShopware selbstPlugin Advanced Cookie Popup PRO
Darstellung der AbfrageLeiste am unteren RandEbene in der Bildmitte über der abgedunkelten Seite, bis eine Wahl getroffen ist
Knöpfe„Nur technisch notwendige“, „Konfigurieren“ und je nach Einstellung „Alle Cookies akzeptieren“ mit Shopware-Gestaltungdieselben Knöpfe; ist „Alle Cookies akzeptieren“ eingeschaltet, steht dieser Knopf über die volle Breite oben, darunter Ablehnen und Konfigurieren nebeneinander; Farben für Hintergrund, Text und Knöpfe einstellbar
Tastatur und ScreenreaderStandard-Markup von ShopwareKnopfbereich als Dialog mit Überschrift für Screenreader ausgezeichnet, Knöpfe benannt, Fokus springt beim Öffnen auf den ersten Knopf, bei eingeschaltetem „Alle Cookies akzeptieren“ also auf diesen
Logik der EinwilligungCookie Consent Manager von Shopwareunverändert der Consent Manager von Shopware, kein zweites Werkzeug im Shop
← Tabelle seitlich scrollen →

Das Plugin ändert nichts daran, welche Dienste wann laden. Es ersetzt deshalb nicht die Prüfung oben, sondern ergänzt sie: Erst prüfst du, ob die Technik auf die Entscheidung hört, dann sorgst du dafür, dass die Entscheidung gesehen wird. Die Ebene verschwindet bei jeder Wahl, auch bei „Nur technisch notwendige“. Der Shop ist also nicht nur gegen Zustimmung erreichbar. Achte bei der Gestaltung darauf, dass Ablehnen auf der ersten Ebene genauso leicht zu erreichen ist wie Zustimmen. Im Plugin steht „Alle Cookies akzeptieren“ derzeit größer und oben. Ob diese Anordnung für deinen Shop passt, gehört zur rechtlichen Prüfung im Hinweis unten.

Advanced Cookie Popup PRO steht im Shopware Store, dort findest du Beschreibung, Bilder der Darstellung und die Lizenz. Auch dieses Plugin ist meine eigene Entwicklung und kein Produkt der shopware AG.

Hinweis:

Dieser Artikel beschreibt eine technische Prüfung und ist keine Rechtsberatung. Ob dein Banner, seine Gestaltung, deine Texte und deine eingesetzten Dienste den Anforderungen von TDDDG und DSGVO genügen, hängt vom Einzelfall ab. Lass das von einer Anwältin, einem Anwalt oder deiner Datenschutzberatung prüfen. Welche Pflichten ein Onlineshop insgesamt hat, fasst der Ratgeber zu den rechtlichen Anforderungen an Onlineshops zusammen.

Selbst prüfen oder prüfen lassen?

Mit den fünf Schritten kommst du allein ans Ziel, solange du die Dienste in deinem Shop kennst. Unterstützung lohnt sich, wenn mehrere Verkaufskanäle, ein Tag Manager mit vielen Tags und Erweiterungen mit eigenen Pixeln zusammenkommen oder wenn du nach einem Update nicht sicher bist, was sich geändert hat. Als Shopware Agentur aus Münster prüfe ich solche Setups und binde Dienste so ein, dass sie auf die Entscheidung im Banner hören.

Checkliste: Tracking in Shopware prüfen

Die drei Zustände mit allen Prüfpunkten, die typischen Lecks und die Domains der häufigsten Dienste, auf einer Seite zum Abhaken.

Jetzt herunterladen (PDF)

Öffne den Shop in einem privaten Fenster mit den Entwicklertools, Reiter Netzwerk. Vor jeder Entscheidung und nach „Nur technisch notwendige“ darf keine Anfrage an zustimmungspflichtige Dienste wie Google Analytics oder Werbepixel auftauchen. Erst nach der Zustimmung erscheinen sie. Prüf auch Produktseite und Bestellabschluss.

Es zeigt, dass der Banner beantwortet wurde. Shopware setzt es mit dem Wert 1 sowohl nach einer Zustimmung als auch nach „Nur technisch notwendige“. Ob zugestimmt wurde, erkennst du an den Cookies je Dienst, etwa google-analytics-enabled oder google-ads-enabled.

Lädt Shopware Google Analytics erst nach der Einwilligung?

Die eingebaute Anbindung ja, solange der Standard-Cookie-Hinweis aktiv ist. Sie lädt das Google-Skript erst nach der Zustimmung zu Statistiken und setzt vorher im Consent Mode alle Signale auf abgelehnt. Ist der Standard-Cookie-Hinweis abgeschaltet, lädt sie sofort. Ein Tag Manager, der fest im Theme steckt, ist von dieser Logik nicht erfasst.

Technisch steuert der Consent Manager von Shopware alle Dienste, die bei ihm angemeldet sind: die eingebaute Google-Anbindung und Erweiterungen, die sich dort eintragen. Wer sich auf Einwilligungen stützt, muss sie nachweisen können. Ob dafür die Speicherung im Browser reicht oder ob du ein Werkzeug mit Protokoll brauchst, klärst du am besten mit deiner Rechts- oder Datenschutzberatung. Bei vielen Diensten im Tag Manager kann ein externes Werkzeug auch technisch sinnvoll sein.

Warum sehe ich nach dem Ablehnen noch Tracking-Anfragen?

Entweder lädt ein Dienst an der Einwilligung vorbei, etwa ein Pixel im Theme oder ein Tag ohne passende Auslösebedingung, oder du hast vorher zugestimmt und die Seite nach dem Widerruf nicht neu geladen. Ein bereits geladenes Skript bleibt bis zum nächsten Seitenaufruf aktiv. Teste deshalb immer in einem frischen privaten Fenster, nachdem du alle anderen privaten Fenster geschlossen hast.

Meist wurde in diesem Browser schon entschieden, dann ist cookie-preference gesetzt und der Banner bleibt aus. Oder der Standard-Cookie-Hinweis ist in den Grundeinstellungen unter „Sicherheit und Datenschutz“ abgeschaltet. Teste in einem frischen privaten Fenster, bevor du an den Einstellungen etwas änderst.

Wie oft sollte ich das Tracking im Shop prüfen?

Nach jeder Änderung an Theme, Tag Manager oder Tracking-Erweiterungen und nach jedem Shopware-Update. Dazu passt die Checkliste zum Shopware-Update. Ohne Änderungen genügt ein kurzer Durchgang in regelmäßigen Abständen, etwa einmal im Quartal.

Tracking prüfen und den Banner sichtbar machen

Die Consent & Tracking Debug Console zeigt dir direkt im Shop, welche Tracking-Skripte und Ereignisse gerade aktiv sind und ob im Banner entschieden wurde. Advanced Cookie Popup PRO zeigt die Abfrage als Ebene in der Bildmitte. Lieber mit Begleitung? Dann schreib mir, was dir aufgefallen ist.

Debug Console im Store ansehen Advanced Cookie Popup PRO im Store ansehen Prüfung anfragen
Anfrage starten

Lädt in deinem Shop Tracking vor der Einwilligung?

Schreib mir kurz, welche Tracking-Dienste du nutzt, wie sie eingebunden sind und was dir aufgefallen ist. Ich sage dir, wo ich mit der Prüfung anfangen würde.

Unverbindlich anfragen

Fünf Angaben genügen. Ich antworte dir in der Regel werktags innerhalb von 48 Stunden persönlich.

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