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Shopware 6 Migration: Ablauf Schritt für Schritt

Shopware 6 Migration Schritt für Schritt: die Phasen eines sauberen Umzugs von Shopware 5, was vorher zu klären ist und wie SEO-Rankings erhalten bleiben.

Shopware 6 Migration Schritt für Schritt – die Phasen eines geplanten Umzugs von Shopware 5 auf Shopware 6
Inhaltsverzeichnis anzeigen
  1. Warum der Wechsel von Shopware 5 auf Shopware 6 ansteht
  2. Migration ist kein Update: der entscheidende Unterschied
  3. Die Shopware-6-Migration Schritt für Schritt
  4. Was vor der Migration geklärt sein muss
  5. Daten, Plugins, Theme: was 1:1 umzieht und was neu gebaut wird
  6. SEO bei der Migration nicht verlieren
  7. Die häufigsten Fehler bei der Shopware-Migration
  8. Migrieren oder gleich neu aufbauen?
  9. Häufig gestellte Fragen zur Shopware-6-Migration
  10. Wie lange dauert eine Shopware-6-Migration?
  11. Übernimmt der Migrations-Assistent alle Daten automatisch?
  12. Verliere ich bei der Migration meine Google-Rankings?
  13. Kann ich von Shopware 5 direkt auf Shopware 6 updaten?
  14. Was kostet eine Shopware-6-Migration?
  15. Sollte ich migrieren oder lieber einen ganz neuen Shop bauen?

Dein Shop läuft noch auf Shopware 5, und irgendwann fällt der Satz: „Wir müssen mal auf Shopware 6." Dann beginnt das Zögern. Eine Shopware 6 Migration klingt nach Großbaustelle, nach Risiko, nach „läuft doch noch". Genau dieses Aufschieben macht den Wechsel teurer, als er sein müsste. Eine Migration ist planbar, wenn du sie als Projekt mit klaren Phasen begreifst und nicht als Knopfdruck, der irgendwann nachts schiefgeht.

Ich entwickle seit 2014 Plugins im Shopware-Store und begleite als offizieller Shopware-Partner Shop-Umzüge für B2B- und B2C-Händler im DACH-Raum. Was ich dabei immer wieder sehe: Nicht die Technik ist das Problem, sondern die fehlende Reihenfolge. Wer früh die richtigen Fragen klärt, migriert ruhig und kontrolliert. Wer spät anfängt, migriert unter Zeitdruck und macht die Fehler, die hinterher Geld und Rankings kosten. Dieser Artikel zeigt dir den kompletten Ablauf, Phase für Phase.

Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Shopware-6-Migration ist kein Update, sondern ein Neuaufbau mit Datenübernahme. Shopware 5 und 6 sind technisch grundverschieden, ein direktes „Upgrade" gibt es nicht.
  • Der Ablauf folgt sieben Phasen: von Analyse und Plugin-Audit über Daten-Migration und SEO-Mapping bis zu Test, Go-Live und Monitoring.
  • Der Migrations-Assistent von Shopware übernimmt Artikel, Kunden und Bestellungen automatisiert, Theme, Plugins und Schnittstellen aber nicht.
  • Das größte Risiko ist nicht die Technik, sondern SEO-Verlust. Ohne sauberes URL-Mapping und 301-Weiterleitungen bricht die Sichtbarkeit nach dem Go-Live ein.
  • Plane den Wechsel geführt statt unter Zeitdruck. Shopware 5 bekommt seit 2024 nur noch Sicherheits-Updates, der Aufwand steigt mit jedem Jahr.
  • Am Ende dieses Artikels findest du eine kostenlose Migrations-Checkliste als PDF mit allen Prüfpunkten auf einer Seite.

Warum der Wechsel von Shopware 5 auf Shopware 6 ansteht

Shopware 5 ist nicht tot, aber es lebt im Wartungsmodus. Seit 2024 fließen nur noch Sicherheits-Updates, keine neuen Funktionen mehr. Plugin-Hersteller stellen ihre Shopware-5-Versionen nach und nach ein, die Anforderungen an PHP- und Server-Versionen werden enger, und jede individuelle Anpassung wird schwerer zu pflegen. Ein „läuft doch noch" ist menschlich verständlich. Strategisch ist es trotzdem eine Verschiebung, keine Lösung.

Shopware 6 ist demgegenüber eine komplett neue Plattform: moderne Technik im Hintergrund, eine API-first-Architektur, ein flexibleres Erlebnis-Management für Inhalte und eine deutlich bessere Basis für Performance und individuelle Erweiterungen. Der Umzug lohnt sich also nicht, weil 5 plötzlich schlecht wäre, sondern weil 6 die Zukunft ist, in die Hersteller, Agenturen und Erweiterungen investieren. Je länger du wartest, desto größer wird der Sprung.

Migration ist kein Update: der entscheidende Unterschied

Der häufigste Denkfehler steckt schon im Wort. Viele erwarten ein Update wie von einer Software-Version zur nächsten: Button drücken, kurz warten, fertig. So funktioniert eine Shopware 6 Migration nicht. Shopware 5 und Shopware 6 teilen sich kaum noch gemeinsamen Code. Datenbankstruktur, Template-System und Plugin-Architektur sind grundverschieden. Technisch baust du also einen neuen Shop auf und ziehst die wertvollen Daten aus dem alten hinüber.

Das ist keine schlechte Nachricht, sondern eine Chance. Eine Migration ist der natürliche Moment, um Altlasten loszuwerden: tote Plugins, gewachsenen Custom-Code, den keiner mehr versteht, eine Kategorie-Struktur, die über Jahre aus dem Ruder lief. Wer den Umzug nutzt, um aufzuräumen, bekommt am Ende keinen kopierten alten Shop, sondern einen schlankeren, schnelleren neuen.

Die Shopware-6-Migration Schritt für Schritt

Ein sauberer Umzug läuft in sieben Phasen ab. Sie bauen aufeinander auf: Jede Phase liefert die Entscheidungsgrundlage für die nächste. Die folgende Übersicht zeigt den roten Faden, danach gehe ich jede Phase im Detail durch.

Die sieben Phasen einer Shopware-6-MigrationRoadmap mit sieben aufeinander aufbauenden Phasen: Analyse und Audit, Plugin-Roadmap, Theme und Design, Daten-Migration, URL- und SEO-Mapping, Test und Qualitätssicherung sowie Go-Live und Monitoring.Sieben Phasen bis zum neuen Shop1Analyse& Audit2Plugin-Roadmap3Theme& Design4Daten-Migration5URL- &SEO-Mapping6Test& QA7Go-Live &Monitoring

Jede Phase liefert die Entscheidungsgrundlage für die nächste.Dauer und Aufwand hängen von Shop-Größe, Plugin-Zahl und Datenmenge ab.

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    Analyse und Migrations-Audit

    Am Anfang steht keine Zeile Code, sondern eine Bestandsaufnahme. Welche Plugins sind aktiv, welche sind installiert aber tot? Wie groß ist der Datenbestand an Artikeln, Kunden und Bestellungen? Welche Schnittstellen hängen am Shop, etwa zu Warenwirtschaft, Versand oder Buchhaltung? Das Ergebnis ist eine ehrliche Landkarte des Ist-Zustands und die Grundlage für jede realistische Aufwandsschätzung.

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    Plugin-Roadmap erstellen

    Jetzt fällt pro Plugin eine Entscheidung: Gibt es eine Shopware-6-Version, muss ein Ersatz gefunden oder etwas neu entwickelt werden? Über Jahre sammeln Shops oft mehrere Dutzend Erweiterungen an, vom gekauften Store-Modul bis zur Eigenentwicklung. Eine 1:1-Übernahme ist unmöglich, weil viele Plugins auf Shopware 6 gar nicht existieren oder völlig anders funktionieren. Diese Roadmap ist oft der größte Kostenfaktor und gehört deshalb früh geklärt.

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    Theme- und Design-Entscheidung

    Das Shopware-5-Theme zieht nicht mit um. Hier triffst du eine Grundsatzentscheidung: das Standard-Theme von Shopware 6 anpassen, ein gekauftes Theme einsetzen oder ein individuelles Design umsetzen. Eine Migration ist der ideale Moment, das Erscheinungsbild zu modernisieren, statt einen in die Jahre gekommenen Look mitzuschleppen.

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    Daten-Migration mit dem Migrations-Assistenten

    Erst jetzt ziehen die Daten um. Der offizielle Migrations-Assistent von Shopware verbindet den alten Shop mit dem neuen und überträgt Artikel, Kategorien, Kunden, Bestellungen, Medien und Produkttexte automatisiert. Das ist der technisch entlastende Teil. Wichtig ist, die Übernahme zuerst in einer Testumgebung durchzuspielen und die Ergebnisse zu prüfen, bevor produktiv migriert wird.

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    URL- und SEO-Mapping

    Die Phase, die am häufigsten unterschätzt wird und am meisten kostet, wenn sie fehlt. Jede wichtige URL des alten Shops braucht ein Ziel im neuen, abgesichert über 301-Weiterleitungen. Dazu kommen Meta-Daten, strukturierte Daten und eine saubere Kategorie-Struktur. Ohne dieses Mapping verlierst du nach dem Go-Live Rankings, die du dir über Jahre erarbeitet hast.

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    Test und Qualitätssicherung

    Vor dem Go-Live wird der neue Shop systematisch durchgetestet: Bestellstrecke vom Warenkorb bis zur Bestätigungsmail, Zahlungs- und Versandarten, alle migrierten Daten auf Vollständigkeit, Darstellung auf Mobilgeräten und die Performance unter Last. Hier zeigt sich, ob die ersten fünf Phasen sauber gearbeitet wurden.

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    Go-Live und Monitoring

    Der Wechsel auf die Live-Domain ist nicht das Ende, sondern der Anfang der kritischsten Phase. In den ersten Wochen wird der Shop eng überwacht: Greifen alle Weiterleitungen, indexiert Google die neuen URLs, melden sich Kunden mit Problemen, stimmen die Conversion-Zahlen? Schnelle Reaktion in dieser Phase entscheidet darüber, ob die Migration als Erfolg oder als Einbruch in Erinnerung bleibt.

Was vor der Migration geklärt sein muss

Die meisten gescheiterten oder schmerzhaften Migrationen scheitern nicht an Phase 4, der eigentlichen Daten-Übernahme, sondern an fehlender Vorbereitung davor. Drei Fragen solltest du beantworten können, bevor das Projekt startet.

Erstens: Was soll überhaupt mit? Nicht jeder Altbestand muss mitziehen. Zehn Jahre alte, nie verkaufte Artikel, Karteileichen-Kundenkonten oder verwaiste Kategorien sind die ideale Gelegenheit zum Ausmisten. Weniger Daten bedeutet schnellere Migration und einen aufgeräumteren neuen Shop.

Zweitens: Welche Schnittstellen sind geschäftskritisch? Wenn dein Shop an ein ERP-System, eine Warenwirtschaft oder ein Versanddienstleister-Tool angebunden ist, muss diese Anbindung auf Shopware 6 neu gedacht werden. Das ist selten ein Plugin von der Stange, sondern braucht Planung. Hängt der tägliche Betrieb daran, gehört diese Frage ganz nach vorne.

Drittens: Wer trägt die Verantwortung für SEO? Diese Frage klingt organisatorisch, ist aber technisch entscheidend. Wenn niemand explizit für URL-Mapping und Redirects zuständig ist, fällt es zwischen Entwicklung und Marketing durch, und genau dann passiert der Sichtbarkeitsverlust.

Daten, Plugins, Theme: was 1:1 umzieht und was neu gebaut wird

Die zentrale Erwartung, die ich bei Migrationen immer wieder geraderücke: Nicht alles zieht automatisch um. Es hilft, die Bestandteile deines Shops in drei Gruppen zu sortieren. Diese Einordnung bestimmt den Großteil von Aufwand und Budget.

Was bei einer Shopware-Migration 1:1 umzieht, angepasst oder neu gebaut wirdDrei Gruppen: 1:1-Übernahme von Artikeln, Kunden, Bestellungen, Kategorien und Medien; Anpassung von Theme, SEO-URLs, Zahlungs- und Versandarten; Neuaufbau von Shopware-5-Plugins ohne Nachfolger, Custom-Code und Schnittstellen.Drei Gruppen bei jeder MigrationZieht 1:1 umArtikel & ProdukteKundenkontenBestellungenKategorienMedien & BilderProdukttextevia Migrations-AssistentMuss angepasst werdenTheme & DesignSEO-URLs & RedirectsZahlungsartenVersandartenindividuelle FelderWird neu gebautSW5-Plugins ohneSW6-NachfolgerCustom-TemplatingTheme-Custom-CodeERP- & SchnittstellenSonderfunktionen

Die grüne Gruppe ist der entspannte Teil: Hier leistet der Migrations-Assistent die Arbeit. Die graue Gruppe braucht Handarbeit, ist aber überschaubar. Die dunkle Gruppe ist der eigentliche Projekt-Kern und entscheidet über Aufwand, Zeitplan und Budget. Wer hier ehrlich rechnet, erlebt später keine bösen Überraschungen.

BestandteilÜbernahmeWas du beachten musst
Artikel, Kunden, Bestellungen AutomatisiertMigrations-Assistent überträgt; Ergebnis in Testumgebung prüfen
Kategorien & Medien AutomatisiertGute Gelegenheit, die Struktur vorher aufzuräumen
Theme & Design Neu aufsetzenSW5-Theme läuft nicht; Standard anpassen oder neu gestalten
SEO-URLs & Redirects Handarbeit301-Mapping aller wichtigen URLs, Pflichtaufgabe vor Go-Live
Store-Plugins PrüfenNur mit vorhandener SW6-Version; sonst Ersatz oder Neuentwicklung
Eigenentwicklungen & Schnittstellen Neu bauenSW6 hat andere Architektur; Aufwand früh einplanen
← Tabelle seitlich scrollen →

SEO bei der Migration nicht verlieren

Wenn ich gefragt werde, was bei einer Migration am häufigsten schiefgeht, lautet die Antwort nicht „die Technik", sondern „die Sichtbarkeit". Viele Plattform-Wechsel hinterlassen verbrannte Erde im SEO: URLs ändern sich, Redirects fehlen, die Kategorie-Struktur verschiebt sich, strukturierte Daten gehen verloren. Drei Monate nach dem Go-Live ist der Traffic halbiert, und niemand will die Verantwortung übernehmen. „Google muss sich erst wieder daran gewöhnen" ist dann die Ausrede, die keine ist.

Shopware 5 zu 6 Migration: Prüfung von Daten, URLs und Weiterleitungen vor dem Go-Live

Als Sistrix-zertifizierter SEO plane ich URL-Mapping, 301-Weiterleitungen und Indexierung von Anfang an mit, nicht als Nachgedanken nach dem Go-Live. Konkret heißt das: ein vollständiges Redirect-Mapping aller relevanten alten URLs auf ihr neues Ziel, ein technischer SEO-Check der neuen Plattform vor dem Wechsel und ein Monitoring-Plan für die Wochen danach. Wie eine saubere technische SEO-Basis im Shopware-Kontext aussieht, vertiefe ich im Beitrag zur Shopware 6 SEO-Optimierung.

Kernaussage

SEO ist kein optionaler Migrations-Baustein, sondern der teuerste, wenn er fehlt. Lege das Redirect-Mapping fest, bevor die alten URLs verschwinden, nicht danach. Rankings, die nach dem Wechsel ins Leere laufen, sind die mit Abstand häufigste und ärgerlichste Folge einer schlecht geplanten Migration.

Die häufigsten Fehler bei der Shopware-Migration

Die meisten dieser Fehler sind keine technischen Pannen, sondern Planungslücken. Genau deshalb lassen sie sich vermeiden.

✅ So läuft die Migration sauber

  • früh starten, solange kein Zeitdruck herrscht
  • Plugin-Audit vor der ersten Code-Zeile
  • Redirect-Mapping vor dem Go-Live festlegen
  • komplette Probe-Migration in einer Testumgebung
  • Bestellstrecke und Zahlung vor Live-Schaltung testen
  • Monitoring in den ersten Wochen fest eingeplant

⚠️ Das geht typischerweise schief

  • Migration als „Update" missverstehen
  • annehmen, alle Plugins zögen automatisch mit
  • SEO-URLs erst nach dem Go-Live bedenken
  • direkt produktiv ohne Testlauf migrieren
  • Altlasten ungeprüft mitschleppen
  • nach dem Go-Live niemanden zuständig haben

Migrieren oder gleich neu aufbauen?

Eine berechtigte Frage taucht fast immer auf: Wenn ohnehin so viel neu gebaut wird, warum dann nicht gleich einen komplett neuen Shop? Die Antwort hängt vom Zustand deines aktuellen Shops ab. Ist die Datenbasis sauber, die Struktur gewachsen aber nachvollziehbar und der Funktionsumfang im Kern noch passend, ist die Migration mit Datenübernahme der schnellere und günstigere Weg. Ist der Shop über Jahre verbastelt, die Struktur chaotisch und der halbe Funktionsumfang ungenutzt, kann ein bewusster Neuaufbau sinnvoller sein, bei dem nur die Stammdaten übernommen werden.

Diese Entscheidung lässt sich nicht pauschal treffen, sie gehört in Phase 1 des Projekts. Wenn du gerade vor genau dieser Weichenstellung stehst, hilft auch der direkte Plattform-Vergleich im Beitrag Shopify vs. Shopware, um die strategische Richtung zu schärfen, und der Überblick über die Kosten einer Shopware-6-Lösung, um das Budget realistisch zu rahmen.

Lade dir die Shopware-Migrations-Checkliste herunter

Alle Prüfpunkte aus diesem Artikel auf einer Seite: von der Analyse über das Plugin-Audit und das SEO-Mapping bis zum Go-Live. Ohne Anmeldung, direkt als PDF.

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Häufig gestellte Fragen zur Shopware-6-Migration

Wie lange dauert eine Shopware-6-Migration?

Das hängt stark von der Shop-Größe, der Zahl der Plugins und der Komplexität der Schnittstellen ab. Ein überschaubarer Shop mit wenigen Standard-Plugins ist schneller umgezogen als ein gewachsener Shop mit vielen Eigenentwicklungen und ERP-Anbindung. Pauschale Zeitangaben sind unseriös. Verlässlich wird der Zeitplan erst nach der Analyse- und Audit-Phase, in der Plugin-Roadmap und Datenmenge feststehen.

Übernimmt der Migrations-Assistent alle Daten automatisch?

Der offizielle Migrations-Assistent von Shopware überträgt Artikel, Kategorien, Kunden, Bestellungen, Medien und Produkttexte automatisiert vom alten in den neuen Shop. Was er nicht übernimmt, sind Theme, Plugins, individueller Code und Schnittstellen. Diese Bestandteile müssen separat angepasst oder neu gebaut werden. Der Assistent löst also den Daten-Teil, nicht das gesamte Projekt.

Verliere ich bei der Migration meine Google-Rankings?

Nur, wenn das SEO-Mapping fehlt. Wenn jede wichtige alte URL über eine 301-Weiterleitung auf ihr neues Ziel zeigt und die technische SEO-Basis sauber übertragen wird, bleiben die Rankings weitgehend erhalten. Der Sichtbarkeitsverlust, von dem viele berichten, ist fast immer die Folge fehlender Redirects, nicht des Plattform-Wechsels selbst. Deshalb gehört das URL-Mapping verbindlich vor den Go-Live.

Kann ich von Shopware 5 direkt auf Shopware 6 updaten?

Nein, ein direktes Update gibt es nicht. Shopware 5 und Shopware 6 sind technisch grundverschieden und teilen kaum gemeinsamen Code. Du baust einen neuen Shopware-6-Shop auf und ziehst die Daten aus Shopware 5 hinüber. Genau deshalb spricht man von Migration und nicht von einem Versions-Update.

Was kostet eine Shopware-6-Migration?

Der Großteil der Kosten entsteht nicht bei der Daten-Übernahme, sondern bei den Plugins und Schnittstellen, die neu gebaut werden müssen. Ein Shop mit vielen Eigenentwicklungen ist aufwändiger als einer mit Standard-Erweiterungen. Eine belastbare Schätzung ergibt sich erst nach dem Migrations-Audit. Einen strukturierten Überblick über die Kostenfaktoren gibt der Beitrag zu den Kosten einer Shopware-6-Lösung.

Sollte ich migrieren oder lieber einen ganz neuen Shop bauen?

Das hängt vom Zustand des aktuellen Shops ab. Bei sauberer Datenbasis und im Kern passendem Funktionsumfang ist die Migration mit Datenübernahme der schnellere Weg. Ist der Shop über Jahre verbastelt und die Struktur chaotisch, kann ein bewusster Neuaufbau mit Übernahme nur der Stammdaten sinnvoller sein. Diese Entscheidung gehört an den Anfang des Projekts, in die Analyse-Phase.

Eine Shopware-6-Migration ist kein Sprung ins Ungewisse, sondern ein Projekt mit klarer Reihenfolge. Wer früh plant, ehrlich auditiert und SEO von Anfang an mitdenkt, zieht ruhig und ohne Sichtbarkeitsverlust um. Wer es aufschiebt, migriert irgendwann unter Druck, und genau dann passieren die teuren Fehler.

Steht bei dir der Wechsel auf Shopware 6 an?

Ich schaue mir deinen bestehenden Shop an, mache das Migrations-Audit und sage dir ehrlich, was 1:1 umzieht und wo der echte Aufwand liegt. Einen Überblick über meinen Ablauf findest du auf der Seite zur Shopware-Migration und rund um Online-Shops.

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