n8n vs Make vs Zapier: Welches Tool passt wirklich?
n8n vs Make vs Zapier im ehrlichen Vergleich: Preismodelle, DSGVO, Self-Hosting und welches Automatisierungstool für welchen Mittelstands-Fall passt.

Inhaltsverzeichnis anzeigen
- Die drei Tools im Schnellüberblick
- n8n vs Make vs Zapier: die große Vergleichstabelle
- Zapier: wann es die richtige Wahl ist
- Make: der visuelle Mittelweg
- n8n: die Open-Source-Option mit Self-Hosting
- Die Preismodelle: der teure Stolperstein
- DSGVO und Self-Hosting: der unterschätzte Faktor
- Welches Tool für welchen Mittelstands-Fall?
- Häufig gestellte Fragen zu n8n, Make und Zapier
- Was ist der Hauptunterschied zwischen n8n, Make und Zapier?
- Ist n8n wirklich günstiger als Make oder Zapier?
- Welches Tool ist am besten für DSGVO-konforme Automatisierung?
- Brauche ich Programmierkenntnisse für diese Tools?
- Kann ich später von Zapier zu Make oder n8n wechseln?
- Welches Tool eignet sich für den Einstieg in die Automatisierung?
Du willst endlich die manuellen Prozesse in deinem Unternehmen automatisieren, hast dich ein bisschen eingelesen und stehst jetzt vor drei Namen, die ständig fallen: Zapier, Make und n8n. Drei Tools, drei Versprechen, drei völlig unterschiedliche Preismodelle. Und je länger du recherchierst, desto unklarer wird, welches davon zu dir passt. Genau an diesem Punkt setzt dieser Vergleich an: n8n vs Make vs Zapier, ehrlich aufgeschlüsselt, ohne Affiliate-Brille, mit dem Blick auf das, was im Mittelstand wirklich zählt: Kosten, Datenschutz und wie weit du ohne Entwickler kommst.
Ich setze diese Plattformen seit Jahren in Kundenprojekten ein, vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum B2B-Händler mit eigener Warenwirtschaft. Dabei habe ich gelernt: Es gibt nicht das eine beste Tool. Es gibt nur das passende für deinen Fall. Welches das ist, hängt an drei Fragen, die ich dir in diesem Artikel beantworte.
- Zapier ist der einfachste Einstieg, aber das teuerste Modell bei wachsendem Volumen (Abrechnung pro Task).
- Make ist der visuelle Mittelweg: günstiger als Zapier, mächtiger im Aufbau, rechnet pro Operation ab.
- n8n ist die flexibelste Option und die einzige mit echtem Self-Hosting, also volle Datenkontrolle in Deutschland (DSGVO-Vorteil).
- Der Preis-Stolperstein sind nicht die Grundgebühren, sondern die Abrechnungseinheit: pro Task, pro Operation oder pro Workflow-Ausführung macht bei Skalierung den entscheidenden Unterschied.
- Faustregel: Wenige einfache Automatisierungen → Zapier. Komplexere Workflows zum fairen Preis → Make. Datenschutz-kritische oder große Volumina → n8n self-hosted.
Die drei Tools im Schnellüberblick
Bevor es in die Details geht, lohnt sich die grobe Landkarte. Alle drei Plattformen lösen dasselbe Grundproblem: Sie verbinden Programme miteinander, die von Haus aus nicht zusammenarbeiten. Eine eingehende E-Mail landet automatisch im CRM, eine neue Bestellung löst eine Rechnung aus, ein ausgefülltes Formular trägt sich in die Tabelle ein. Der Unterschied liegt darin, wie sie das tun und wem sie dabei in die Karten schauen lassen.
Zapier ist der Pionier und das einsteigerfreundlichste der drei. Du verknüpfst „Wenn das passiert, dann tu jenes" in wenigen Klicks, ohne technisches Wissen. Dafür zahlst du den höchsten Preis, sobald die Mengen steigen.
Make (früher Integromat) setzt auf einen visuellen Editor, in dem du deine Abläufe als Diagramm zusammensteckst. Das wirkt anfangs etwas technischer, gibt dir aber deutlich mehr Gestaltungsspielraum bei einem faireren Preis.
n8n ist Open Source und die einzige Plattform, die du auf deinem eigenen Server betreiben kannst. Das macht sie zur ersten Wahl, wenn Datenschutz oder hohe Volumina im Spiel sind, verlangt aber etwas mehr Einarbeitung oder einen Partner an deiner Seite.
Die folgende Positionierung zeigt, wo die drei zwischen „einfacher Einstieg" und „maximale Kontrolle" stehen:
n8n vs Make vs Zapier: die große Vergleichstabelle
Hier die wichtigsten Kriterien nebeneinander. Diese Tabelle ist der Kern der Entscheidung, der Rest des Artikels erklärt die Hintergründe.
| Kriterium | Zapier | Make | n8n |
|---|---|---|---|
| Einstieg / Bedienung | ✔ Sehr einfach | Visuell, mittel | Technischer, steiler |
| Abrechnungseinheit | Pro Task | Pro Operation | Pro Workflow-Ausführung |
| Self-Hosting | ✘ Nein | ✘ Nein | ✔ Ja |
| DSGVO / Datenstandort DE | ◐ Eingeschränkt | ◐ Eingeschränkt | ✔ Volle Kontrolle |
| Fertige Konnektoren | ✔ 7.000+ | ✔ 2.000+ | 500+ (plus eigene) |
| Komplexe Logik / Verzweigungen | ◐ Begrenzt | ✔ Stark | ✔ Sehr stark |
| Eigener Code möglich | Eingeschränkt | ✔ JavaScript | ✔ JavaScript & Python |
| Kosten bei hohem Volumen | ✘ Hoch | ◐ Moderat | ✔ Niedrig (Fixkosten) |
| Wartung / Betrieb | ✔ Komplett gemanagt | ✔ Komplett gemanagt | Eigener Server oder Cloud |
Zapier: wann es die richtige Wahl ist
Zapier ist da am stärksten, wo es darum geht, schnell und ohne Reibung loszulegen. Wenn du fünf, zehn überschaubare Automatisierungen brauchst, etwa „Neuer Lead im Formular → Eintrag im CRM → Slack-Benachrichtigung", dann bist du in einer Viertelstunde fertig. Die Auswahl an fertigen Anbindungen ist mit mehreren tausend Apps die größte am Markt. Praktisch jedes Tool, das du im Alltag nutzt, hat eine fertige Integration.
Der Haken steckt im Preismodell. Zapier rechnet pro Task ab, und ein Task ist jeder einzelne Schritt, der ausgeführt wird. Hat dein Workflow vier Schritte und läuft 1.000-mal im Monat, sind das 4.000 Tasks. Was bei wenigen Automatisierungen kaum auffällt, wird bei wachsendem Volumen schnell zur dreistelligen Monatsrechnung. Zapier ist deshalb ideal für den Einstieg und für Unternehmen mit überschaubaren Mengen, aber selten die günstigste Lösung auf Dauer.
ℹ️ Gut zu wissen
„Zapier alternative" ist eines der meistgesuchten Stichworte im Automatisierungs-Umfeld, und das hat genau diesen Grund: Viele steigen mit Zapier ein und suchen später nach einer günstigeren Lösung, sobald die Task-Rechnung steigt. Wer das von Anfang an mitdenkt, spart sich den Umzug.
Make: der visuelle Mittelweg
Make trifft für viele meiner Kunden den Sweet Spot. Der visuelle Editor, in dem du jeden Schritt als verbundenes Modul siehst, macht auch verschachtelte Abläufe nachvollziehbar. Du kannst Daten filtern, Schleifen bauen, Bedingungen setzen und sogar kleine JavaScript-Schnipsel einbauen, ohne ein klassisches Entwicklungsprojekt zu starten.
Beim Preis punktet Make doppelt: Es rechnet pro Operation ab (also pro Datenpaket, das ein Modul verarbeitet), und diese sind deutlich günstiger gepreist als Zapier-Tasks. Bei mittleren Volumina zahlst du oft deutlich weniger, als Zapier kosten würde. Der Preis dafür ist eine etwas steilere Lernkurve. Wer aber bereit ist, sich eine Stunde in den Editor einzuarbeiten oder sich einmal einrichten zu lassen, bekommt ein sehr mächtiges Werkzeug zu einem fairen Tarif.

n8n: die Open-Source-Option mit Self-Hosting
n8n ist die Plattform, die ich persönlich am häufigsten für anspruchsvollere Projekte einsetze, und das hat einen klaren Grund: Es ist die einzige der drei, die du auf deinem eigenen Server betreiben kannst. Damit verlassen deine Daten nie deine eigene Infrastruktur. Für Unternehmen, die mit Kundendaten, Personaldaten oder anderen sensiblen Informationen arbeiten, ist das ein gewichtiges Argument.
Funktional spielt n8n in der obersten Liga. Verzweigungen, Schleifen, eigener Code in JavaScript und Python, Anbindung an praktisch jede API, die eine Schnittstelle hat. Wo bei Zapier irgendwann die Grenze erreicht ist, fängt n8n gerade erst an. Und beim Preis dreht sich die Logik um: Statt pro Aktion zu zahlen, trägst du im self-hosted Betrieb im Wesentlichen die Serverkosten. Ob ein Workflow 100-mal oder 100.000-mal läuft, ändert an der Rechnung wenig. Genau das macht n8n bei hohem Volumen unschlagbar günstig.
Die Kehrseite: n8n verlangt mehr technisches Verständnis. Den eigenen Server aufsetzen, absichern und warten ist nichts, was ein Geschäftsführer nebenbei macht. Hier kommt entweder eine interne IT-Kompetenz ins Spiel oder ein Partner, der den Betrieb übernimmt. Wenn du ohne eigenen Server starten willst, gibt es auch eine gehostete Cloud-Variante von n8n, die den DSGVO-Vorteil allerdings relativiert.
💡 Praxis-Tipp
In meinen Projekten betreibe ich n8n self-hosted auf einem Server in Deutschland. Für einen B2B-Händler habe ich so die komplette Auftragsabwicklung zwischen Shop, Warenwirtschaft und Versand automatisiert, mehrere tausend Durchläufe im Monat, ohne dass die Kosten mit dem Volumen mitwachsen. Genau diese Fälle, in denen Datenschutz und Menge zusammenkommen, sind die Domäne von n8n. Wie so ein Aufbau im Detail aussieht, zeige ich auf der Seite zur n8n Agentur.
Die Preismodelle: der teure Stolperstein
Der häufigste Fehler bei der Tool-Wahl ist, nur auf die monatliche Grundgebühr zu schauen. Entscheidend ist die Abrechnungseinheit, denn sie bestimmt, wie deine Kosten mit dem Erfolg deiner Automatisierung wachsen. Hier die drei Logiken nebeneinander:
| Tool | Du zahlst pro … | Was das praktisch heißt |
|---|---|---|
| Zapier | Task (jeder Einzelschritt) | 4-Schritt-Workflow × 1.000 Läufe = 4.000 Tasks. Kosten steigen mit jedem Schritt. |
| Make | Operation (Datenpaket pro Modul) | Ähnliche Logik, aber pro Einheit deutlich günstiger. Faires Mengenmodell. |
| n8n (self-hosted) | Server, nicht pro Aktion | Fixkosten. Volumen ist praktisch egal. Skaliert ohne Kostensprung. |
Rechne nicht mit der Grundgebühr, rechne mit deinem erwarteten Volumen in einem Jahr. Ein Workflow, der heute 200-mal im Monat läuft, kann in einem Jahr 5.000-mal laufen, wenn die Automatisierung greift. Bei task- oder operationsbasierten Modellen wächst dann die Rechnung mit, bei n8n self-hosted bleibt sie flach.
DSGVO und Self-Hosting: der unterschätzte Faktor
Sobald in deinen Workflows personenbezogene Daten fließen, also Kundennamen, E-Mail-Adressen, Bestelldaten, wird der Datenstandort zur echten Frage. Zapier und Make verarbeiten Daten überwiegend auf Servern außerhalb der EU. Das ist nicht automatisch unzulässig, verlangt aber sauber abgeschlossene Auftragsverarbeitungsverträge und ein Bewusstsein für den Datenfluss.
n8n im self-hosted Betrieb umgeht diese Frage elegant: Wenn der Server in Deutschland steht und die Daten ihn nie verlassen, hast du die volle Kontrolle über jeden Verarbeitungsschritt. Für datenschutz-sensible Branchen, etwa Steuerberatung, Gesundheit oder Personalwesen, ist das oft das ausschlaggebende Argument für n8n.
ℹ️ Hinweis
Diese Einordnung beschreibt die technischen Unterschiede und ersetzt keine Rechtsberatung. Ob ein konkretes Setup DSGVO-konform ist, hängt von deinem Einzelfall ab. Im Zweifel klärst du das mit deiner Datenschutzberatung oder einem Fachanwalt. Ich unterstütze bei der technischen Umsetzung, nicht bei der rechtlichen Bewertung. Mehr zum sauberen Aufbau findest du auf der Seite zur KI-Integration.
Welches Tool für welchen Mittelstands-Fall?
Statt einer pauschalen Empfehlung hier die Entscheidungslogik, die ich auch im Erstgespräch durchgehe:
✅ Nimm Zapier, wenn …
- du schnell und ohne Technik starten willst
- du wenige, einfache Automatisierungen brauchst
- dein Volumen überschaubar bleibt
- du ein sehr spezielles Tool anbinden musst, das nur Zapier kennt
✅ Nimm Make, wenn …
- du komplexere Abläufe mit Verzweigungen baust
- dir ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis wichtig ist
- du bereit bist, dich kurz einzuarbeiten
- du mittlere Volumina ohne Kostenschock fahren willst
✅ Nimm n8n, wenn …
- Datenschutz und Datenstandort für dich kritisch sind
- du hohe oder stark wachsende Volumina erwartest
- du maximale Flexibilität und eigenen Code brauchst
- du interne IT-Kompetenz hast oder einen Partner für Betrieb und Wartung
Wenn du noch ganz am Anfang stehst und überhaupt nicht weißt, welche deiner Prozesse sich lohnen, lohnt ein Blick auf konkrete Automatisierungs-Beispiele aus dem Mittelstand. Und wenn es speziell um Abläufe rund um deine Website geht, habe ich beschrieben, wie du Website-Prozesse automatisieren kannst.
Häufig gestellte Fragen zu n8n, Make und Zapier
Was ist der Hauptunterschied zwischen n8n, Make und Zapier?
Der größte Unterschied liegt in Preismodell und Betrieb. Zapier ist am einfachsten, rechnet aber pro Task ab und wird bei Volumen teuer. Make ist visuell, flexibler und günstiger pro Operation. n8n ist die einzige Plattform mit echtem Self-Hosting, also voller Datenkontrolle, und rechnet bei eigenem Server nicht pro Aktion ab, sondern über Fixkosten. Funktional ist n8n am flexibelsten, Zapier am einsteigerfreundlichsten.
Ist n8n wirklich günstiger als Make oder Zapier?
Bei hohem Volumen fast immer, weil du im self-hosted Betrieb im Wesentlichen nur die Serverkosten trägst, unabhängig davon, wie oft deine Workflows laufen. Bei sehr kleinem Volumen und wenigen einfachen Automatisierungen kann Zapier oder die n8n-Cloud-Variante günstiger sein, weil dann der Aufwand für den eigenen Serverbetrieb ins Gewicht fällt. Die Rechnung kippt zugunsten von n8n, sobald die Mengen steigen.
Welches Tool ist am besten für DSGVO-konforme Automatisierung?
n8n im self-hosted Betrieb bietet die beste Ausgangslage, weil die Daten deinen eigenen Server in Deutschland nie verlassen. Zapier und Make verarbeiten Daten überwiegend außerhalb der EU, was zusätzliche vertragliche Absicherung verlangt. Ob ein Setup am Ende konform ist, hängt vom Einzelfall ab und gehört in die Hände einer Datenschutzberatung, die technische Plattform schafft aber unterschiedlich gute Voraussetzungen.
Brauche ich Programmierkenntnisse für diese Tools?
Für Zapier nein, das ist komplett ohne Code bedienbar. Make verlangt etwas Einarbeitung in den visuellen Editor, aber keine echte Programmierung. n8n lässt sich grundsätzlich auch ohne Code nutzen, entfaltet sein volles Potenzial aber mit JavaScript oder Python und einem sauber betriebenen Server. Für n8n holen sich die meisten Mittelständler deshalb einen Partner für Einrichtung und Betrieb.
Kann ich später von Zapier zu Make oder n8n wechseln?
Ja, ein Wechsel ist möglich, aber mit Aufwand verbunden, weil Workflows nicht automatisch übertragbar sind und neu aufgebaut werden müssen. Genau deshalb lohnt es sich, das erwartete Volumen schon bei der ersten Tool-Wahl realistisch einzuschätzen. Wer absehbar stark wächst oder Datenschutz-Anforderungen hat, fährt oft besser damit, gleich auf Make oder n8n zu setzen, statt später umzuziehen.
Welches Tool eignet sich für den Einstieg in die Automatisierung?
Für den allerersten Schritt ohne technisches Vorwissen ist Zapier am einfachsten. Wer von Beginn an auf Kosten und Flexibilität achtet, startet gut mit Make. n8n ist die richtige Wahl, sobald Datenschutz, hohe Volumina oder komplexe Logik von Anfang an feststehen. In der Praxis hilft ein kurzes Gespräch über die konkreten Prozesse mehr als jede pauschale Empfehlung.
Unsicher, welches Tool zu deinen Prozessen passt?
Ich schaue mir deine Abläufe an und sage dir ehrlich, ob Zapier, Make oder n8n der richtige Weg ist, oder ob sich Automatisierung an dieser Stelle überhaupt lohnt. Ohne Verkaufsdruck, mit Blick auf deinen konkreten Fall.



