WooCommerce vs. Shopify: Vergleich, Kosten und Rechner
WooCommerce vs. Shopify: welches Shopsystem zu deinem Shop passt, was beide über drei Jahre kosten, mit Rechner und Entscheidungsblatt als PDF.

Inhaltsverzeichnis anzeigen
- WooCommerce oder Shopify: der Unterschied in einem Satz
- Wer sich um was kümmert
- Entscheidung nach Shop-Profil
- Wenn kein Profil passt: zwei Fragen und eine Ausnahme
- Kosten über drei Jahre: WooCommerce und Shopify im Vergleich
- Der Rechner: Kosten über drei Jahre
- Was im Alltag anders ist
- Updates und Sicherheit
- Rechtliche Pflichtangaben in Deutschland
- Inhalte und SEO
- Zahlungen
- Von WooCommerce zu Shopify wechseln, oder umgekehrt
- Häufige Fragen zu WooCommerce vs. Shopify
- Ist WooCommerce günstiger als Shopify?
- Ist WooCommerce wirklich kostenlos?
- Was ist für Anfänger einfacher, WooCommerce oder Shopify?
- Kann ich von WooCommerce zu Shopify wechseln?
- Ist WooCommerce oder Shopify besser für SEO?
- Welches System ist in Deutschland rechtssicherer?
Bei WooCommerce vs. Shopify entscheidet weniger das bessere System als die Frage, wer sich um deinen Shop kümmert. Shopify vermietet dir einen fertigen Shop mit Server, Updates und Zahlungsabwicklung zum Monatspreis. WooCommerce ist eine kostenlose Erweiterung für WordPress, Server, Updates und Sicherheit liegen bei dir oder deinem Dienstleister. Hier findest du die Unterschiede, eine Entscheidung nach Shop-Profil, einen Rechner für die Kosten über drei Jahre und ein Entscheidungsblatt als PDF.
- Shopify ist gemietet, WooCommerce selbst betrieben. Bei Shopify kümmert sich die Plattform um Server und Updates, bei WooCommerce du oder dein Dienstleister.
- WooCommerce passt, wenn deine Website schon auf WordPress läuft, Inhalte wichtig sind und jemand Updates und Sicherheit übernimmt.
- Shopify passt, wenn du schnell starten willst, kein Technikteam hast und mit den Abläufen der Plattform auskommst.
- Die laufenden Kosten hängen an Umsatz und Wartung. Shopify kostet Grundgebühr und Gebühren je Bestellung, WooCommerce kostet Hosting, Erweiterungen, Wartung und die Gebühren deines Zahlungsdienstes.
- Eine Muss-Anforderung geht vor. Bildet nur ein System etwa deine Warenwirtschaft oder Abos ab, entscheidet das vor jeder Kostenrechnung.
- Der Rechner zeigt die Schwelle für Hosting und Wartung, das Entscheidungsblatt als PDF fasst acht Prüffragen und die Rechnung über drei Jahre zusammen.
WooCommerce oder Shopify: der Unterschied in einem Satz
Bei Shopify mietest du einen Shop, bei WooCommerce betreibst du ihn. Fast jeder weitere Unterschied folgt aus diesem einen. Shopify übernimmt Server, Updates der Shop-Software und die Zahlungsabwicklung über Shopify Payments, dafür zahlst du eine feste Grundgebühr und Gebühren je Bestellung. WooCommerce bekommst du ohne monatliche Plattformgebühr, brauchst aber Hosting, hältst WordPress, Plugins und Theme selbst aktuell und wählst deinen Zahlungsdienst frei.
Ich entwickle seit über 20 Jahren Erweiterungen, heute für JTL-Shop, Shopware und WordPress, und setze von Münster aus Shop-Projekte mit Shopify um. Aus dieser Zeit stammt meine Faustregel: Die Plattform entscheidet seltener über den Erfolg eines Shops als die Frage, ob jemand den Betrieb im Griff hat.
| Kriterium | WooCommerce | Shopify |
|---|---|---|
| Software | Open-Source-Erweiterung für WordPress, ohne monatliche Plattformgebühr | Gemietete Plattform, Tarife von Basic bis Plus |
| Server und Hosting | Eigener Hoster, frei wählbar | Im Tarif enthalten |
| Updates und Sicherheit | WordPress, Plugins und Theme hältst du oder dein Dienstleister aktuell | Die Plattform aktualisiert Shopify selbst, Apps und Theme pflegst du, App-Updates liefern die Anbieter |
| Gebühren je Bestellung | In der Regel nur die deines Zahlungsdienstes | Kartengebühr über Shopify Payments, bei externen Anbietern zusätzlich ein Aufschlag, außer bei PayPal und manuellen Zahlarten mit aktivem Shopify Payments |
| Erweiterungen | Plugins aus dem WordPress-Umfeld, viele kostenlos, Pro-Versionen meist als Jahreslizenz | Apps aus dem Shopify App Store, oft im Monatsabo |
| Inhalte und Blog | WordPress ist als Redaktionssystem gebaut, Seiten und Beiträge frei gestaltbar | Blog und Seiten vorhanden, mit weniger Gestaltungsspielraum |
| Anpassbarkeit | Code, Datenbank und Server komplett zugänglich | Theme und Apps anpassbar, Server und Kernsystem nicht |
| Start | Hosting, Installation und Einrichtung nötig | Konto anlegen, Theme wählen, Produkte einpflegen |
Wer sich um was kümmert
Das Schaubild zeigt den Unterschied im Betrieb. Je mehr Zeilen bei dir liegen, desto mehr Zeit oder Wartungsbudget brauchst du.
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| Aufgabe | WooCommerce | Shopify |
|---|---|---|
| Server und Hosting | ● du | ✓ Plattform |
| Updates der Software | ● du | ✓ Plattform |
| Erweiterungen pflegen | ● du | + geteilt |
| Sicherheit des Servers | + mit dem Hoster | ✓ Plattform |
| Rechtstexte, Pflichten | ● du | ● du |
| Design und Inhalte | ● du | ● du |
● du oder dein Dienstleister · + geteilt · ✓ übernimmt die Plattform
Die Zeilen in Worten:
- Server, Updates und Serversicherheit übernimmt bei Shopify die Plattform. Bei WooCommerce liegen sie bei dir, die Serversicherheit teilst du dir mit dem Hoster.
- Erweiterungen hältst du bei WooCommerce selbst aktuell. Bei Shopify aktualisieren die App-Anbieter ihre Apps, ob alles zusammenspielt, prüfst du.
- Rechtstexte, Design und Inhalte bleiben in beiden Systemen deine Aufgabe.
Entscheidung nach Shop-Profil
Statt Vor- und Nachteile zu zählen, hilft eine andere Frage: Welcher der folgenden vier Fälle beschreibt deinen Shop am besten? Die Profile sind ausgedacht, aber typisch.
Angenommen, ein Fotostudio betreibt seit Jahren eine WordPress-Website mit Blog und will zusätzlich Gutscheine und Fotobücher verkaufen. Die Website bleibt das Zentrum, der Shop ist ein Bereich darin.
Angenommen, eine Gründerin startet eine Marke für Naturkosmetik mit 80 Produkten. Sie will verkaufen, nicht Server betreuen, und hat niemanden für Updates.
Angenommen, ein Händler für Kaffeezubehör verkauft über den eigenen Shop, Instagram und Google und plant Österreich und die Schweiz. Das Team kümmert sich um Marketing, nicht um Technik.
Angenommen, ein Tischler verkauft Möbel über einen Konfigurator mit Maßen, Holzarten und Preisen, die aus einer eigenen Kalkulation kommen.
Wenn kein Profil passt: zwei Fragen und eine Ausnahme
Passt keiner der vier Fälle, entscheiden zwei Fragen: Läuft deine Website schon auf WordPress? Und gibt es jemanden, der Updates und Sicherheit übernimmt? Zweimal Ja spricht für WooCommerce, ein Nein bei der zweiten Frage für Shopify. Kein WordPress, aber jemand für den Betrieb: Dann entscheiden Inhalte, Anpassbarkeit und die Rechnung weiter unten.
ℹ️ Die Ausnahme vor jeder Rechnung
Eine Muss-Anforderung sticht beide Fragen und jede Kostenrechnung. Gemeint ist etwas, ohne das dein Shop nicht funktioniert, etwa die Anbindung deiner Warenwirtschaft, Abonnements oder ein eigener Bestellablauf. Bildet nur eines der Systeme sie mit vorhandenen Erweiterungen und im geplanten Tarif ab, ist die Entscheidung gefallen. Braucht sie in beiden Systemen Sonderentwicklung, spricht das offene System WooCommerce dafür, sofern ein Entwickler bereitsteht. Prüfe das zuerst, bevor du Kosten vergleichst.
Wer zwischen Shopify und Shopware schwankt, findet die Abwägung im Artikel Shopify vs. Shopware.
⚠️ Typische Fehlentscheidungen
- WooCommerce wählen, weil die Software nichts kostet, und dann niemanden für Updates haben. Veraltete Plugins sind ein Sicherheitsrisiko für Shop und Kundendaten.
- Shopify wählen und für jede Kleinigkeit eine App im Monatsabo installieren. Fünf Apps zu je 20 € sind 100 € im Monat, 3.600 € in drei Jahren.
- Den Systemwechsel auf später schieben, wenn der Shop schon wächst. Je mehr Produkte, Kunden und Bestellungen, desto aufwendiger der Umzug.
Kosten über drei Jahre: WooCommerce und Shopify im Vergleich
Beide Systeme haben eine Kostenseite, die man gern übersieht. Bei Shopify sind es die Gebühren je Bestellung, die mit dem Umsatz wachsen. Bei WooCommerce sind es Hosting, Erweiterungen und Wartung, die auch in ruhigen Monaten anfallen. Wer nur die Grundgebühr gegen „kostenlos“ hält, vergleicht die falschen Zahlen.
| Kostenblock | WooCommerce | Shopify |
|---|---|---|
| Grundgebühr | keine für die Software, dafür Hosting | Basic 27 €, Grow 79 €, Advanced 289 € im Monat bei jährlicher Zahlung, monatlich 36 €, 105 €, 384 € |
| Je Kartenzahlung | Satz deines Zahlungsdienstes, bei WooPayments in Deutschland 1,5 % + 0,25 € für Karten aus Europa | über Shopify Payments 2,1 % (Basic), 1,8 % (Grow) oder 1,6 % (Advanced), jeweils + 0,30 € |
| Erweiterungen | Plugins, Pro-Versionen meist als Jahreslizenz | Apps, oft im Monatsabo |
| Wartung | Updates von WordPress, Plugins und Theme, Backups, Überwachung | Pflege von Apps, Theme und Inhalten |
| Einrichtung | nach Umfang, einmalig | nach Umfang, einmalig |
Stand 18.10.2026, laut Shopify-Preisseite und WooPayments-Gebühren. Bei Shopify kommt ein Aufschlag dazu, wenn Zahlungen über einen externen Anbieter laufen. PayPal und manuelle Zahlarten wie Vorkasse sind davon laut Shopify-Hilfe ausgenommen, wenn Shopify Payments aktiv ist. Alle Tarife und den Aufschlag rechnet der Artikel Shopify Kosten 2026 durch. Steuern berücksichtigt dieser Vergleich nicht.
Der Rechner: Kosten über drei Jahre
Trag deine Zahlen ein. Der Rechner wählt für Shopify den günstigsten der drei Tarife und stellt die Summe über die gewählte Laufzeit den Kosten von WooCommerce gegenüber. Die vorausgefüllten Werte sind ein ausgedachtes Beispiel, keine Marktpreise. Ersetze sie durch die Angebote, die dir vorliegen. Gibt es eine Muss-Anforderung, die nur eines der Systeme abbildet, entscheidet sie vor dem Ergebnis des Rechners.
WooCommerce
13.185,00 €
366,25 € im Monat
Shopify
14.400,00 €
400,00 € im Monat, Tarif Basic
Über 3 Jahre günstiger: WooCommerce1.215,00 € weniger als Shopify. WooCommerce bleibt günstiger, solange Hosting und Wartung zusammen unter 173,75 € im Monat bleiben.
Das ist eine Planungsrechnung. Shopify rechnet der Rechner mit jährlicher Zahlung und den Kartensätzen laut Shopify-Preisseite vom 18.10.2026, ohne Shopify Plus und ohne Aufschlag für externe Zahlungsanbieter. Für WooCommerce gilt der eingetragene Satz für alle Kartenzahlungen, Aufschläge für Karten von außerhalb Europas fehlen. PayPal und Vorkasse fehlen auf beiden Seiten: Bei Shopify fällt für sie mit aktivem Shopify Payments kein Aufschlag an, und PayPal berechnet in beiden Systemen seine eigenen Sätze. Steuern sind nicht berücksichtigt.
Das Beispiel mit den vorausgefüllten Werten Schritt für Schritt. Angenommen, ein Shop macht 15.000 € Umsatz im Monat bei 60 € je Bestellung, also 250 Bestellungen. 70 % des Umsatzes laufen über Karte, das sind 10.500 € in 175 Bestellungen.
- 1
Shopify im Tarif Basic: 2,1 % von 10.500 € sind 220,50 €, dazu 175 mal 0,30 €, also 52,50 €. Mit 27 € Grundgebühr, 60 € für Apps und 40 € Pflege ergibt das 400,00 € im Monat. Grow käme auf 420,50 €.
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WooCommerce mit WooPayments: 1,5 % von 10.500 € sind 157,50 €, dazu 175 mal 0,25 €, also 43,75 €. Mit 40 € Hosting, 25 € für Erweiterungen (300 € im Jahr) und 100 € Wartung ergibt das 366,25 € im Monat.
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Über drei Jahre: Shopify kommt auf 14.400,00 €, WooCommerce auf 13.185,00 €. Der Unterschied beträgt 1.215,00 €, also 33,75 € im Monat.
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Die Schwelle: WooCommerce bleibt günstiger, solange Hosting und Wartung zusammen unter 173,75 € im Monat bleiben. Im Beispiel sind es 140 €. Braucht der Shop mehr Wartung, kippt die Rechnung zu Shopify.
Die Schwelle ist nur so genau wie die Annahmen dahinter. Vier davon bewegen das Ergebnis am stärksten: der Anteil der Kartenzahlungen, die Summe der Apps und Erweiterungen, die Einrichtung und vor allem der Wartungsumfang. Mit Wartung ist hier gemeint, dass jemand WordPress, WooCommerce, Plugins und Theme regelmäßig aktualisiert, danach Warenkorb und Checkout testet, Backups anlegt und die Erreichbarkeit überwacht. Ein Betrag, der nur Updates ohne Test abdeckt, macht WooCommerce in der Rechnung billiger, als es im Betrieb ist.
Wie sich das Ergebnis mit der Größe verschiebt, zeigen drei ausgedachte Shops. Alle zahlen 70 % per Karte, WooCommerce mit 1,5 % + 0,25 €, Shopify mit jährlicher Zahlung. Die Einrichtung fehlt in allen drei Zeilen.
| Fiktiver Shop | Shopify 3 Jahre | WooCommerce 3 Jahre | Annahmen |
|---|---|---|---|
| Start | 4.926,60 € (Basic) ✓ | 5.806,50 € | 3.000 € Umsatz, 40 € je Bestellung; Shopify: 30 € Apps, 20 € Pflege; WooCommerce: 20 € Hosting, 200 € Erweiterungen im Jahr, 80 € Wartung |
| Wachsend | 14.400,00 € (Basic) | 13.185,00 € ✓ | 15.000 € Umsatz, 60 € je Bestellung; Werte wie im Rechner |
| Etabliert | 48.330,00 € (Grow) | 44.925,00 € ✓ | 60.000 € Umsatz, 80 € je Bestellung; Shopify: 200 € Apps, 150 € Pflege; WooCommerce: 120 € Hosting, 800 € Erweiterungen im Jahr, 300 € Wartung |
Das Muster dahinter: Bei kleinen Shops liegt Shopify oft vorn, weil Hosting und Wartung bei WooCommerce die niedrigeren Kartengebühren aufzehren. Mit wachsendem Umsatz wiegen die Gebühren je Bestellung schwerer, und WooCommerce kann günstiger laufen, solange die Wartung im Rahmen bleibt. Ein Shop mit vielen Sonderwünschen oder Ausfallzeiten dreht das Ergebnis schnell um. Über Sortimentsgröße und Leistung sagt die Rechnung nichts, bei sehr großen Sortimenten zählt das mehr als die Gebühren. Für dein Budget im ersten Jahr kommt die Einrichtung dazu, sie ist oft der größte Einzelposten.
Liegt dein Ergebnis bei Shopify, hilft dir ein Shopify-Freelancer beim Aufsetzen. Liegt es bei WooCommerce, brauchst du jemanden, der WordPress entwickelt und wartet. Deine Zahlen weichen ab oder du weißt nicht, was du für Wartung ansetzen sollst? Schreib mir über das Formular am Ende, dann sage ich dir, welches System ich für deinen Fall nehmen würde.
Was im Alltag anders ist
Die Kosten sind das eine. Im Betrieb spürst du die Unterschiede an anderen Stellen. Die Übersicht zuerst, die Details darunter.
WooCommerce im Alltag
- Updates von WordPress, Plugins und Theme spielst du oder dein Dienstleister ein und testest danach den Checkout
- Deutsche Pflichtangaben über eine Erweiterung wie Germanized oder German Market
- Inhalte und URL-Struktur frei gestaltbar
- Zahlungsdienst frei wählbar, ohne Aufschlag durch das Shopsystem
Shopify im Alltag
- Plattform-Updates kommen automatisch, Apps und Theme im Blick behalten
- Pflichtangaben über Einstellungen und Apps
- Feste Pfade für Produkte und Kategorien, schlichterer Blog
- Shopify Payments ohne Aufschlag, andere Anbieter mit Aufschlag, außer PayPal und Vorkasse
Updates und Sicherheit
Bei WooCommerce erscheinen regelmäßig Updates für WordPress, WooCommerce selbst, Plugins und Theme. Sie einzuspielen ist schnell erledigt, zu prüfen, ob danach Warenkorb, Checkout und Zahlungen noch funktionieren, kostet Zeit. Wer das niemandem fest zuordnet, schiebt Updates auf, und genau das öffnet Sicherheitslücken. Bei Shopify spielt die Plattform ihre Updates selbst ein. Was bleibt, sind Apps und Theme, die mit einer neuen Funktion kollidieren können.
Rechtliche Pflichtangaben in Deutschland
Ein Shop für den deutschen Markt braucht unter anderem Grundpreise, Versandkosten und Lieferzeiten, den Hinweis auf die Mehrwertsteuer, eine korrekt beschriftete Bestellschaltfläche, seit Juni 2026 eine Funktion für den elektronischen Widerruf und vollständige Rechtstexte. WooCommerce bringt das nicht vollständig ab Werk mit. Üblich sind Erweiterungen wie Germanized oder German Market. Germanized Pro kostet laut Hersteller im ersten Jahr 85 €, German Market in der Standard-Lizenz 87 € (jeweils inklusive Mehrwertsteuer, Stand 18.10.2026). Bei Shopify stellst du vieles in den Einstellungen ein und ergänzt den Rest über Apps. In beiden Systemen brauchst du Rechtstexte, die zu deinem Shop passen.
ℹ️ Hinweis
Dieser Abschnitt nennt typische Anforderungen und ersetzt keine Rechtsberatung. Ob dein Shop alle Pflichten erfüllt, klärst du mit einem Rechtstexte-Anbieter oder einem Anwalt. Mehr dazu im Artikel rechtliche Anforderungen an Online-Shops.
Inhalte und SEO
Mit beiden Systemen kann ein Shop bei Google gut gefunden werden. Die Unterschiede liegen im Detail. WordPress ist als Redaktionssystem entstanden, Ratgeber, Kategorietexte und Landingpages lassen sich frei aufbauen, die URL-Struktur legst du selbst fest. Bei Shopify stehen Produkte und Kategorien unter festen Pfaden wie /products/ und /collections/, und der Blog ist schlichter. Für einen Shop, der vor allem über Inhalte Kunden gewinnt, ist das ein Punkt für WooCommerce. Für einen Shop, der über Werbung und Social Media verkauft, wiegt er wenig.
Zahlungen
Bei Shopify ist Shopify Payments der kürzeste Weg, andere Anbieter kosten einen Aufschlag, außer PayPal und manuellen Zahlarten wie Vorkasse, solange Shopify Payments aktiv ist. Bei WooCommerce wählst du den Zahlungsdienst frei, etwa WooPayments, Stripe, Mollie oder PayPal, und zahlst in der Regel nur dessen Gebühren. Das ist bei großen Umsätzen ein Hebel, verlangt aber, dass jemand die Anbindung einrichtet und nach Updates prüft.
Von WooCommerce zu Shopify wechseln, oder umgekehrt
Ein Wechsel ist möglich, in beide Richtungen. Produkte, Kunden und Bestellungen lassen sich in der Regel übertragen, je nach Werkzeug mit Einschränkungen. Design und Erweiterungen dagegen nicht: Ein WordPress-Theme läuft nicht in Shopify, eine Shopify-App nicht in WooCommerce. Am meisten Sorgfalt braucht die Suchmaschine. Weil sich die Adressen ändern, gehört zu jedem Umzug eine Liste mit Weiterleitungen von jeder alten auf die passende neue Adresse, sonst drohen Rankings verloren zu gehen.
Wann ein Wechsel sinnvoll ist
Von WooCommerce zu Shopify, wenn Updates und Ausfälle mehr Zeit kosten als der Verkauf und niemand den Betrieb übernehmen will. Von Shopify zu WooCommerce, wenn eine Logik nötig ist, die Shopify mit Apps nicht abbildet, und ein Entwickler bereitsteht. Bei mehreren tausend Produkten mit Varianten und Geschäftskunden lohnt der Blick auf Shopware.
Wer zu Shopify wechselt oder dort neu startet, braucht jemanden, der Theme, Apps und Datenübernahme sauber aufsetzt. Das übernehme ich als Shopify-Freelancer, von der Planung bis zur Migration. Für WooCommerce gilt: Der Shop läuft in WordPress. WordPress-Entwicklung, eigene Plugins und die Wartung danach übernehme ich als WordPress-Freelancer. Wie du einen WooCommerce-Shop aufsetzt und was dabei wichtig ist, beschreibt der Artikel WooCommerce-Shop erstellen lassen.
Entscheidungsblatt als PDF
Acht Prüffragen zum Ankreuzen und die Rechnung über drei Jahre zum Ausfüllen, für WooCommerce und Shopify nebeneinander. Eine Seite zum Ausdrucken.
Jetzt herunterladen (PDF)Häufige Fragen zu WooCommerce vs. Shopify
Ist WooCommerce günstiger als Shopify?
Nicht automatisch. WooCommerce hat keine Grundgebühr, braucht aber Hosting, Erweiterungen und Wartung, dazu kommen die Gebühren deines Zahlungsdienstes. Shopify hat eine Grundgebühr und in der Regel höhere Kartengebühren als etwa WooPayments, nimmt dir dafür Server und Updates ab. Bei kleinen Shops liegt Shopify oft vorn, bei hohen Kartenumsätzen kann WooCommerce günstiger laufen, solange die Wartung im Rahmen bleibt. Der Rechner im Artikel zeigt die Schwelle für deine Zahlen.
Ist WooCommerce wirklich kostenlos?
Die Software selbst kostet keine Lizenz- oder Monatsgebühr. Für einen laufenden Shop zahlst du trotzdem: Hosting, Domain, Erweiterungen wie Zahlungs- und Rechtsplugins, Rechtstexte und Wartung. Dazu kommen die Gebühren deines Zahlungsdienstes je Bestellung.
Was ist für Anfänger einfacher, WooCommerce oder Shopify?
Für den Start ist Shopify einfacher, weil Hosting, Installation und Updates der Shop-Software entfallen. Du legst ein Konto an, wählst ein Theme und pflegst Produkte ein. WooCommerce ist einfacher für alle, die WordPress schon kennen und eine bestehende Website erweitern wollen.
Kann ich von WooCommerce zu Shopify wechseln?
Ja. Produkte, Kunden und Bestellungen lassen sich in der Regel übertragen, je nach Werkzeug mit Einschränkungen. Design und Erweiterungen müssen neu aufgesetzt werden. Wichtig sind Weiterleitungen von allen alten auf die neuen Adressen, damit Rankings bei Google möglichst erhalten bleiben.
Ist WooCommerce oder Shopify besser für SEO?
Beide Systeme können gut ranken. WooCommerce bietet mehr Freiheit bei Inhalten und URL-Struktur, weil es auf WordPress läuft. Shopify hat feste Pfade für Produkte und Kategorien und einen schlichteren Blog. Wer vor allem über Ratgeber und Inhalte Kunden gewinnt, hat mit WooCommerce mehr Spielraum.
Welches System ist in Deutschland rechtssicherer?
Keines ist von sich aus rechtssicher. WooCommerce braucht für deutsche Pflichtangaben in der Regel eine Erweiterung wie Germanized oder German Market, Shopify Einstellungen und passende Apps. In beiden Fällen brauchst du Rechtstexte, die zu deinem Shop passen, und im Zweifel eine anwaltliche Prüfung.
Unsicher, welches System passt?
Schreib mir, was du verkaufst und was heute schon läuft. Ich sage dir, ob ich WooCommerce oder Shopify nehmen würde und mit welchem Aufwand du rechnen musst.
Shopsystem einschätzen lassenWooCommerce oder Shopify für deinen Shop?
Schreib mir kurz, was du verkaufst, wie viele Produkte du hast und ob schon eine Website läuft. Ich sage dir, welches System ich für deinen Fall nehmen würde und warum.



